The Big Pink – A Brief History Of Love

von Hififi am 21. Oktober 2009

in Musik!

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Wenn drei große, britische Spielarten moderner Popmusik so gekonnt in einem Topf zusammengeköchelt werden, lässt sich schnell und gern vom großen Wurf sprechen, der dann erfahrungsgemäß oftmals ausbleibt. Wenn nun also Manchester Rave auf Shoegaze und Brit Pop trifft, löst das bei den ewig Gestrigen sicherlich Begeisterung aus, für die meisten anderen hört sich das sicherlich nach einer eher gediegenen Variante von Kasabian an und so falsch ist dieser Vergleich sicherlich nicht.

Jetzt lässt sich schnell noch eine elektronische Komponente in die Runde werfen, die einer gewissen Affinität von Robbie Furze (Gesang & Gitarre) und Milo Cordell (Gesang & Synthies) zu alten Industrial Bands der 80er und 90er entspringt. Die Idee hinter dem Ganzen The Big Pink nach einer digitalen Version Velvet Undergrounds klingen zu lassen, kann als gelungen bezeichnet werden, wobei das wohl vor allem für eine gewisse psychedelische Grundstimmung gilt und weniger für den reduzierten Sound der Kultband. „A Brief History Of Love“ ist eher ein aufeinandertürmen einer recht imposanten Wall of Sound, wie wir sie eben vom Shoegazing kennen, was sicherlich eher furchteinflößend als künstlich amateurhaft klingt. Wenn dann noch von Phil Spector die Rede ist, schließt sich der Kreis wieder, denn der hat von jeher Tonspuren aufeinander gebaut, als gäbe es kein Morgen mehr. Jetzt sind Furze und Cordell gleichzeitig damit beschäftigt ein Label namens Hatechannel voran zu bringen und irgendwie nehme ich ihnen The Big Pink nicht wirklich als vollwertige Band ab, zu bemüht und in meinen Ohren auch ein wenig künstlich klingen die elf Songs auf diesem Debüt. Ich mag mich irren und so etwas lässt sich am besten beim Besuch eines Live-Konzertes überprüfen.

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