The Atmosfear – The World Is Grey

von JonesKorn am 17. Januar 2012

in Musik!

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Es macht immer wieder Spaß, auch einmal in Werke von Bands reinhören zu können, die man eigentlich gar nicht kennt. So bei mir geschehen, als ich die (Wieder-)Veröffentlichung „The World Is Grey“ von The Atmosfear in die Playlist bewegt habe; zuvor war das Album bereits in Eigenregie produziert/veröffentlicht worden.

Richtig erfreut war ich, als ich las, dass diese Death Metal 5er Combo aus Göttingen stammt. Das verheißt schon einmal Gutes, gibt es doch reichlich brauchbare Thrash und Death Bands aus Deutschland. Dass The Atmosfear seit ihrer Gründung 1995 nicht den ganz großen Durchbruch geschafft haben, ist nicht unbedingt ein Negativmerkmal und die wirklich heiße Phase des Death und Thrash war da bereits vorbei. Trotzdem kann man in der Bandgeschichte auf gemeinsame Auftritte mit Größen wie Die Apokalyptischen Reiter, Vader, Belphegor oder Eisregen verweisen. Seit Mitte Dezember 2011 kann man in diese Reihe noch die international stilprägenden Thrash Urgesteine Sodom einreihen, was fast einem Ritterschlag gleich kommt.

Das Album selbst überrascht dann auch wirklich durch eine gute Produktion und noch besseres Liedgut. Auch an Abwechslung mangelt es nicht. In den knapp 45 Minuten reiht sich nicht einfach ein stumpfer Knüppel an den nächsten, vielmehr wird zeitgemäße Abwechslung zwischen Death und Thrash geboten. All das wird getragen von gut beherrschten Instrumenten, wozu ich auch einfach mal die Stimme von Olle Holzschneider zähle. Nach der instrumentalen Einführung, die getrost als Ruhe vor dem Sturm gehört werden darf, geht es gleich in die Vollen. Spätestens beim dritten Stück „Deathinfection“ bricht der letzte Nacken, worauf dann aber kleine Erholungsphasen eingestreut werden, in denen wie beim Titeltrack auch mal die Stimme zurücksteckt und die Instrumente stärker im Vordergrund stehen.

Dabei verlangen die Titel durchaus Kondition, „Corruption“ zur Mitte das Albums treibt einen knapp über sieben Minuten vor sich her. Die Abwechslung zwischen den brutal rasenden Nackenbrechern und den gut akzentuierten Death Metal Mahlwerken hält durchgängig die Spannung aufrecht und verführt regelrecht, die Scheibe gleich öfters aneinander zu reihen. Alles in allem ein gutes Album einer offensichtlich guten Band und wer im Bereich Death Metal etwas unverbrauchtes sucht: hier ist es!

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