The Asteroids Galaxy Tour – Around the Bend (EP)

von Pynchon am 25. November 2008

in Musik!

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The Asteroids Galaxy Tour nennt sich, einigermaßen spacig, ein dänisches Newcomer-Duo, das anscheinend gerade drauf und dran ist, demnächst so etwas wie „angesagt“ zu sein. Zumindest haben sie in Kopenhagen bereits bei ihrem ersten Auftritt die Vorband für Amy Winehouse gegeben. Und ihre Debütsingle „Around the Bend“, zugleich Titel- Track der gleichnamigen EP, die in Deutschland am 24.11. erscheinen wird, ist nach Informationen des Labels der Song zur neuen iPod-Werbung.

Ein bisschen danach klingt er allerdings auch. Angetrieben von einer etwas penetranten Fröhlichkeit und auf hippe Tanzbarkeit getrimmt, dudelt der Eröffnungssong gutgelaunt vor sich hin, angereichert mit nervigen „uh-huh“-Gesangseinlagen und diversem Gepfeife, das anscheinend auch dem einfältigsten Radio-Hörer verdeutlichen soll, dass es jetzt an der Zeit wäre, sich gutgelaunt auf die Schenkel zu klopfen und mit dem Fuß zu wippen. Alles in allem also etwas seicht, leicht konsumierbar- und ebenso schnell wieder vergessen. Besonderes Ohrenmerk habe ich nach der vollmundigen Presse-Vorankündigung („So hätte Cindy Lauper wohl gerne gesungen, wäre sie etwas mutiger gewesen“), auf Sängerin Mette Lindbergs Stimmorgan gerichtet. Der Gesang geht allerdings im aufgesetzten Trubel der Musik glatt unter und wirkt überhaupt etwas dünn und ausdrucksschwach- von rotziger Auflehnung á la Cindy Lauper also keine Spur.

Das Mittelstück der insgesamt drei Tracks umfassenden Single bietet dann jedoch eine gehörige Überraschung: „Push the Envelope“ ist nicht nur der mit Abstand beste Song der EP, was alleine nicht so schwer wäre, er ist durchweg ein klasse Song. Offensichtlich vom Druck der Massentauglichkeit befreit, treibt „Push the Envelope“ mit einem reduzierten, klaren Rhythmus und ohne musikalische Mätzchen voran. Im reduzierten Klang-Ambiente kommt der Gesang nun auch viel besser zur Geltung. Im besten Sinne erinnert „Push the Envelope“ an die coolen Synthie- Popsong im Stil der achtziger Jahre.

Weniger spektakulär endet die EP dann mit dem mal wieder allzu gefällig sich dahin schleppenden „Satellite“, das zwar nicht mit „u-huhs“ nervzutöten weiß, dafür aber mit seltsamen Echo-Effekten. Ob es für „The Asteroids Galaxy Tour“ für mehr als die fünf Minuten Ruhm reicht, von denen einst Andy Warhol im Bewusstsein der Massenmedien-Welt sprach, wird sich zeigen- darf aber eher bezweifelt werden.

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{ 1 Kommentar… read it below or add one }

1 Sterereo November 27, 2008 um 12:19 Uhr

Irgendwie werde ich diese Assoziation zu Nelly Furtado einfach nicht los, jedesmal wenn mein imehrspaßdennjepod im TV kommt.

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