Temple Of The Dog – dto.

von Benjamin am 9. Dezember 2005

in Musik!

Post image for Temple Of The Dog – dto.

1991 stirbt Andrew Wood in Seattle an einer Überdosis Heroin. Sein Mitbewohner und seine beiden Bandkollegen nehmen zusammen mit ein paar Freunden in memoriam ein Album auf.

Was bisher eher unspektakulär klingt, wird interessant, wenn man die Namen der Musiker ins Spiel bringt: Andrew Wood bildete u.a. mit Jeff Ament und Stone Gossard Mother Love Bone und sein Mitbewohner hieß Chris Cornell. Am Schlagzeug nahm Chris‘ SoundgardenKollege Matt Cameron (heute Pearl Jam) Platz und die zweite Gitarre wurde durch Mike McCready bedient. Bei drei Songs übernimmt ein gewisser Eddie Vedder die Backgroundvocals und bei der Single-Auskopplung des Albums („Hungerstrike“) darf er Chris Cornells Duettpartner sein (Eddie Vedder hat quasi grad den Job des Sängers in der neuen Band von Jeff, Stone und Mike bekommen: Pearl Jam!). Die Musiker benennen sich und das Album nach einem Mother Love Bone-Zitat.

Temple of the Dog beginnt mit „Say Hello 2 Heaven“ und „Reach Down“. Die beiden Songs nehmen direkt Bezug auf den Tod Andrews. Es heißt dort z.B. „Love was my Drug but that’s not what I’m dying of“. „Times of trouble“ spielt direkt auf Heroin-Konsum an. „Wodden Jesus“ ist Religionskritik der amüsanteren Art. „Four Walled World“ handelt von einem Gefangegen. „All night Thing“ beschreibt eine endende Beziehung. Die Musik unterstützt die düsteren Texte. Sie zu beschreiben fällt schwer. Sie ist eigentlich immer Rockmusik. Sehr intensiv vorgetragen, oft balladesk. Mother Love Bone wird sowohl textlich als auch musikalisch ins Spiel gebracht. Die frühen Pearl Jam klingen manchmal ähnlich.

Produziert hat das Album Rick Parashar, der auch mit Pearl Jam gearbeitet hat. Aber egal was man zu diesem Album schreibt: Man muss es hören. Oder besser: man hätte es 1991 oder kurz danach hören sollen, denn je objektiver ich versuche dieses Album zu hören, desto mehr fallen einem die (inzwischen) standardisierten Riffs und Breaks auf. Aber da ich mit diesem Album meine Jugend verbracht habe, kann ich das verdrängen! Es ist und bleibt ein Meilenstein in der Geschichte des GRUNGE (Was auch immer Grunge meint…)!

„I never wanted/ to write these words down for you/ with the pages of phrases/ of things we’ll never do/ so I blow out the candle, and/ I put you to bed/ since you can’t say to me/ now how the dogs broke your bone/ there’s just one thing left to be said/ Say hello to heaven“

Share Button

{ 1 Kommentar… read it below or add one }

1 Hififi August 11, 2006 um 19:30 Uhr

Das Album hat auf jeden Fall geprägt, obwohl man heutzutage (mit einem gewissen Abstand) sagen muss, dass längst nicht alle Songs das Niveau halten können. Das ist aber bei „Above“ von Mad Season ähnlich. So ist das halt mit den „Allstar-Projekten. Im Prinzip ist „Songs For The Deaf“ von Queens Of The Stone Age auch eins, allerdings ein gelungenes. Nur um ein Gegenbeispiel zu bringen.

Previous post:

Next post: