Telepathe – Dance Mother

von Benjamin am 28. Januar 2009

in Musik!

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Aus Brooklyn, aus dem Dunstkreis von TV on the Radio, produziert vom Dave Sitek. Das alleine weckt nach dem vergangenen Jahr mit den unglaublichen Veröffentlichungen von Vampire Weekend, MGMT und anderen Acts aus Brooklyn die Aufmerksamkeit. Melissa Livaudais und Busy Gangnes heißen die Musikerinnen von Telepathe, die mit einem Ungeheuer an Beats und Synthies unsere Gehörwindungen erobern.

Dem Engels-Gesang werden unglaubliche Soundteppiche entgegengestellt. Die Musik wabert wie auf Wolken. Dazu diese dumpfen Beats, die dem ganzen ein wenig Düsternis geben. Ja, das ist unglaublich innovativ, das klingt so nach Zukunft, so nach Science-Fiction, wie lange keine Musik mehr. Wie die einzelnen Keyboard- und Synthesizer-Melodien ineinander greifen und aufeinander abgestimmt sind, das beeindruckt und wird zurecht aller Orten gelobt.

Aber im Einzelnen: „Chrome’s on it“ hat starke HipHop-Anleihen. „In your line“ klingt nach organischem Drumming, auch eine Gitarre hört man raus, es ist also nicht alles elektronisch auf „Dance Mother“. Mit „Devil’s Trident“ schaffen Telepathe den Song für die letzten Minuten einer langen Club-Nacht. Bei diesem Song (aber auch bei vielen anderen) ist die Abstimmung zwischen Beats, Gesang und Synthesizern so sphärisch und rauschhaft, dass die Nebelmaschine abgeschafft werden kann. Insgesamt ist die Platte aber nicht nur für den Tanzboden. Sie wirkt auch zu Hause, v.a. die zweite Hälfte des Albums, die verspielter wirkt. Ein rundes Album, eine feine Reise durch die dunklen Regionen elektronischer Popmusik.

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