Teitur – The Singer

von am 12. April 2008

in Musik!

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Bühne frei hier kommt Teitur. So oder ähnlich lässt sich das Gefühl beschreiben, das einen beim Hören seines neuen Albums „The Singer“ beschleicht. Nicht weil Teitur plötzlich zu einer Rampensau mutiert ist, sondern vielmehr weil es sich bei „The Singer“ um eine Art Kammerstück handelt. Beim ersten Track, der auch gleich Namensgebend ist „The Singer“, steigt eine kleine Gestalt auf die Bühne und singt davon, schon immer die Stimme dazu gehabt zu haben und nun auch ein Sänger zu sein. Er singt von seiner Einsamkeit und wie es ist auf der Bühne zu stehen.

Im Laufe des Albums gesellen sich mehr Musiker zu ihm auf die Bühne, ein Miniorchester spielt auf, Backgroundsängerinnen unterstützen ihn, die Geschichte nimmt ihren Lauf. Es geht um die kleinen Tragödien des Lebens, Schwärmereien für fremde Mädchen, unglückliche Liebschaften, wie Ruhm einen Sänger verändert und warum man überhaupt Musik macht. Schnell wird klar, Selbstreflexion scheint Teiturs große Stärke zu sein. Auf seinem dritten Album hat er es auch endlich geschafft ein Album zu schaffen, dessen Spannungsbogen vom ersten bis zum letzten Track anhält, ohne Längen oder pure Fülltracks. Vielleicht gelingt es ihm sogar mit diesem Album etwas mehr ins Bewusstsein der Singer/Songwriter Fans zu rücken, bisher wird er hierzulande noch sträflich übersehen. Auf den Faröer Inseln, seiner Heimat verkauft er inzwischen sogar verhältnismäßig mehr Platten als Herbert Grönemeier in Deutschland, wenn das nichts ist… Also, Album anhören und gut finden, wem die Want Alben von Rufus Wainwright etwas zu schmalzig waren sollte das bei diesem Album gelingen.

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