Sweet Sweet Moon – Pompidou

von Benjamin am 1. Juni 2010

in Musik!

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Wenn man sich Sweet Sweet Moon nennt, dann sollte das schon für Grausen sorgen. Hört man sich doch den Singer-/Songwriterpop des Österreichers Matthias Frey an, dann erhellt sich das Gemüt. Wie der Multiinstrumentalist es schafft, kleine Folkpopperlen zu kreieren, das kann man auf der 6-Track-EP „Pompidou“ hören.

Das Besondere an Sweet Sweet Moon ist sicherlich, dass die umfassende musikalische Ausbildung in jedem Song rauszuhören ist. Frey ist nicht nur die Gitarre, sondern auch Violine und Cello ausgebildet. Das sind beileibe nicht die einzigen Instrumente, die virtuos in die Songs eingebaut werden. Freys Songs sind mal verträumt, mal hüpfend vorgetragen. „Lost & Found“ ist z.B. eine reduzierte Folkballade, bei „I see“ ist es eher der Pop, dem gefröhnt wird. „Bees“ hört sich dann auch fröhlich an, so wie man sich auf einer Frühlingswiese zwischen den Blümchen und Bienchen bewegt und der Refrain beginnt mit der Frage „What if life is easier than I think?“ und hüpft dann los. Ich glaube, das ist auch die Kunst dieses Minialbums: nach melancholischen, pompös instrumentierten Songs zu Beginn, wird es auf einmal fröhlicher. Die Abwechslung macht es, wobei ich die Stimme noch nicht so richtig einzuordnen weiß: Sie ist markant, aber irgendwie wird man das Gefühl nicht los, als Matthias Frey ein wenig verschnupft ist. Nicht schlecht, nur komisch. Spielt aber für die Bewertung von „Pompidou“ keine Rolle, denn die Stimme passt zum Folkpop und Sweet Sweet Moon macht – wie eigentlich alle Siluh-Veröffentlichungen – gute Musik.

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