Svavar Knútur – Kvöldvaka

von Claudi Yeah am 11. Januar 2011

in Musik!

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Musik aus Island erweckt Assoziationen nach Besonderheiten, sphärisch-experimentelle Elfenklänge á la Björk, Hymnisches von Sigur Rós oder gar Großfamilien-Indiefolk, wie Seabear es vormachen. Nun veröffentlicht der selbsternannte Troubadour Svavar Knútur nach bester Singer/Songwriter-Manier sein Folkalbum „Kvöldvaka“ (zu deutsch: Nachtwache), das bereits 2009 als limitierte Auflage erschienen ist.

In elf Songs trägt Knútur, mal auf Englisch, mal auf Isländisch, seine Geschichten weiter. Er thematisiert persönliches Glück und die Zufriedenheit, die er nach Verlusten, Niederlagen und unglücklichen Liebschaften im Laufe der Jahre erlangt hat.

Im letzten Jahr präsentierte der Frontmann der isländischen Indieband Hraun sein Werk bereits auf einer Kneipentour durch Deutschland und wurde nicht müde, dem Publikum, zum Beispiel im Bochumer Orlando oder im Teilchen & Beschleuniger in Münster, während der Liedpausen seine Demut, Dankbarkeit und Liebe zur Natur und seinen Mitmenschen näher zu bringen, so dass man ihm beinahe einen missionarischen Auftrag hätte unterstellen wollen. Svavar Knútur ist angekommen und das kann man seinen melancholischen Liedern unmissverständlich anhören: nur wer Traurigkeit kennengelernt habe, könne das Glück erst vollkommen verstehen und fassen. Einzig und allein „Leipzig“, der letzte Track des Albums; kommt augenzwinkernd und gerade heraus fröhlich daher.

Die zurückhaltende Instrumentierung (Akustikgitarre, Ukulele, Cello und eine singende Säge), sowie Knúturs harmonische Stimme erzeugen gemeinsam mit der besinnlichen Grundstimmung „Kvöldvakas“ ein ungetrübt schönes Winteralbum. Vielleicht schneit es ja noch einmal.

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