Sterbhaus – Hits For Dead Kids

von JonesKorn am 28. Oktober 2011

in Musik!

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Fast drei Jahre liegt die Veröffentlichung von „Hits For Dead Kids“ nun schon zurück, da schickt sich die schwedische Viermanncombo Sterbhaus an, mit dem Album auch den deutschen Markt aufzumischen. Bandname, Albumcover und Songtitel lassen erahnen, dass hier eine Death/Thrash Metal Kapelle zum Tanz aufspielt. Ein zweiter Blick auf das Cover verrät dann, dass sie es dabei nicht allzu bierernst meinen.

Einen Namen haben sich Sterbhaus nach ihrer Gründung in 2007 zunächst in ihrem Heimatland Schweden gemacht, indem sie reichlich Festivals und Konzerte (gerne auch als Support) gespielt haben. Schweden ist bekanntermaßen seit langem ein guter Nährboden für feinsten Death Metal und auch Sterbhaus können ihre Herkunft kaum verleugnen, lassen sie doch auch einen gediegenen Hauch Schwedendeath in ihre meist knappen Kompositionen einfließen. Obwohl die Growls durchgängig passend und gut daherkommen, schaffen die vier Jungs es nicht, mich vollends aus dem Sitz zu pusten. Das verwundert mich eigentlich umso mehr, als dass die meisten (Gitarren- und Schlagzeug-) Passagen bei konzentriertem Zuhören durchaus das Potential dazu haben. Erst gegen Ende des Albums kommen hintereinander mit „Goat boat“, „Lamplady“ und „House of the dead dwarf“ drei Titel, die wirklich zünden.

Aufgenommen wurde „Hits For Dead Kids“ in den Abyss Studios, in denen auch bereits Größen wie Hypocrisy (klar), Immortal, Candlemass, Children Of Bodom und Scar Symmetry zu Gast waren. Die Produktion ist dementsprechend blitzsauber, könnte aber für meinen Geschmack noch mehr Druck (gerade bei den Bässen) und vielleicht auch etwas mehr Augenmerk auf den Instrumenten statt auf den Vocals vertragen. Vielleicht liegt hier auch die Ursache, warum es bei mir nicht vollends einschlägt…

Obwohl das Album insgesamt etwas durchwachsen klingt, kann ich mir vorstellen, dass die vier live auf der Bühne ganz gut was losmachen und dass einige Titel auf der Bühne zu echten Nackenbrechern mutieren; vor allem bei „Sinister neckgrip“ zuckt mir der Nacken schon beim bloßen zuhören. Das wird definitiv auf meinem nächsten „Mixtape“ (was eigentlich eine CD sein wird) der Opener. Für 2011 und 2012 sind schon einige Liveauftritte angekündigt und auch ein neues Album wird in Aussicht gestellt. Bleiben wir gespannt.

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