Stars For The Banned – dito.

von Pynchon am 8. Oktober 2011

in Musik!

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Hinter Stars For The Banned steckt der Wiener Solokünstler Robert Guenther, der sich mit dem vorliegenden Debüt vorstellt. Da die meisten Cover bekanntlich schon ziemlich viel über die Musik verraten, die einen erwartet, starte ich mal mit einer kurzen Bildbeschreibung: Also, ein putziges schwarzes Wesen mit langen Ohren sitzt vor einer sternenbekränzten Berglandschaft an einem Eisloch und fischt nach einem roten Herzen- hach!

Verwundern kann das natürlich nicht, denn der Wiener Mentalität wird neben Schmäh ja auch die Schwermut zugeschrieben. Und recht schwermütig klingt denn auch der Opener „Arrest My Eyes“, ein elegisches Stück voller Zerbrechlichkeit, von einfühlsamen Gitarrenklängen untermalt. Klingt, wie im folgenden, durchaus angenehm, mit schön gestalteten Melodien, fragiler Stimme und viel Wehmut, zum Seelentrösten an verregneten Herbsttagen. Bisweilen wird es auch ein bisschen poppig, in „Costumes“ kommt eine Drummachine zum Einsatz, aber für die Tanzflächenjunkies bleibt die Mucke vielleicht doch eine Spur zu gemütlich. Ich höre mir das schon durchaus gern an, da Stars for the Banned nicht affektiert rüberkommt, sondern eher im Gestus bescheidener Zurückgenommenheit musiziert.

Was bei den zugegeben feinen Melodien ein wenig auf der Strecke bleibt, sind echte Überraschungen, vielleicht auch ein Schuss Genialität, denn auf Dauer wird mir bei Fragilität, Leid und Herzschmerz doch ein wenig langweilig zumute.

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