SON – A: Granular Scan

von Benjamin am 13. Dezember 2007

in Musik!

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Die Musiker von SON machen schon seit Ewigkeiten in diversen Gruppen rund um die schönste Stadt Westfalens Musik. Als Soester Ureinwohner hat man natürlich einiges über sie gehört. Jetzt hört man auch von ihnen und ihrer Mischung aus Alternative Rock, Emocore und NuMetal.

Eigentlich nicht (mehr) meine Musikrichtung, muss ich mir diesen Silberling als Lokalpatriot natürlich anhören. Als erstes achte ich natürlich auf Produktion und Abmischung. Ein Kriterium, welches Sänger Carsten (damals noch bei den „Kostenlosen Parkplätzen“) 2001 auf dem Hurricane-Festival bemängelte. Vielleicht deshalb hat Carsten die Produktion für A: granular scan selbst übernommen und ganze Arbeit geleistet.

Der erste Song „Downward Spiral“ (na klingelts? richtig: so hieß ein Nine Inch Nails Album) ist dann auch reinster Alternative Rock mit einer kurzen Schreiattacke à la Chino Moreno (Sänger der Deftones). Tempiwechsel, diverse Spielarten in der Bedienung der Instrumente (mal ein Metalriff, mal ruhiger, mal abgehackt die Gitarre, mal ein Basslauf). Sehr abwechslungsreich wie das gesamte Album. Es wird sich an diversen Schubladen bedient, ohne dass die einzelnen Songs (oder das gesamte Album) unstrukturiert wirken.

„How to end“ ist ein kleiner Hit, mit einem amtlichen Eingangsriff und viel Melodie im Song. „solutioneer“ schaltet einen Gang zurück und die beruhigende Stimme von Sänger Carsten lässt einen fast ins Träumen geraten, wäre da nicht die Backgroundvocals des Gitarristen Mike Neldner. Seine Hardcore-Shouter-Einlagen machen gelegentlich Sinn, aber bei einigen Songs wäre ein Stückchen Panzertape hilfreich. Aber vielleicht würden die Songs dann langweilig klingen?! Das Risiko hätte die Band bei „Solutioneer“ eingehen sollen!

Bei den Texten frage ich mich manchmal, welche Musik die Skater dieser Welt eigentlich derzeit hören?! SON jedenfalls nehmen textlich häufig Bezug auf diese Funsportler.

Irgendwie bin ich bei diesem Album mit meinem Latein am Ende. Das ganze ist ziemlich gut, aber die Emo-Gruppen der letzten Jahre haben mir dann doch den letzten Spaß an dieser Musik geraubt. Aber da SON, vielleicht auch aufgrund ihres Alters (die Bandmitglieder sind um die 30), auch die alten Recken wie Deftones und Helmet kennen und bestimmt auch mal das eine oder andere Pearl Jam Album gehört haben, ist das hier nicht langweilig und sticht aus der musikalischen Einheitskost, die uns harte emotionale Rockmusik in den letztem Jahren beschert hat, heraus.

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