Smoke Fairies – Through Low Light and Trees

von carsten am 1. November 2010

in Musik!

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Mystisch. Das ganze Album, die Band an sich und das gesamte Drumherum drängen darauf, dieses Wort zu benutzen. Dies beginnt beim Albumcover, das die beiden Engländerinnen als geisterhafte Erscheinungen in die Landschaft positioniert und setzt sich in der Musik fort. Zweistimmiger, etwas entrückter Gesang zu sanften Klängen und unaufdringlicher bis nicht vorhandener Perkussion.

So schweben die beiden Feen durch ihre zeitlosen Songs und der Einfluss von Jack White (also der von den White Stripes, nicht der Komponist von Looking for Freedom), mit dem sie auch schon aufgenommen haben, ist nur selten festzumachen. Ein bisschen hängen sie in ihrer eigenen Welt fest, Katherine Blamire und Jessica Davies, die Freundinnen aus Chichester, die immerhin schon weit gereist sind und Aufenthalte in New Orleans und Vancouver vorzuweisen haben. Und eine melancholische Welt ist es, die dem Hörer in den elf Songs vorgestellt wird: „Can you hold me like you held someone you shouldn’t have let go?“ fragen sie im Auftakt mit dem Titel „Summer Fades“. Durchaus passend, das Album so zu beginnen. Auch im weiteren Verlauf bleibt es sehnsuchtsvoll, rückblickend, handelt es von Einsamkeit und verlorener Liebe. Und von Drachen, naja. Glücklicherweise gibt es immer wieder erdende Momente, die verhindern, dass sich das Album komplett in der nebelverhangenen englischen Moorlandschadschaft verliert. So etwa, wenn in „Hotel Room“ die akustische durch die elektrische Gitarre ersetzt wird oder wenn „Strange Moon Rising“ den Folk hinter sich lässt und der Sound sich mehr in Richtung Blues orientiert. Insgesamt ein schönes Debütalbum und eine talentierte Band, die sich trauen sollte mehr auszuprobieren.

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