Slash – dto.

von Benjamin am 19. April 2010

in Musik!

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Slash ist ein begnadeter Gitarrist, das dürfte allen bekannt sein. Als Songschreiber ist er nie sonderlich aufgefallen. Das möchte er mit seinem ersten Soloalbum ändern. Singen kann er eigentlich nicht, das wissen wir und das weiß er auch. Also lädt er sich Sänger ein und nimmt ein Album auf.

Slash ruft an und es kommen Weggefährten, Idole und frische Stimmbandkünstler. Den Anfang mach Ian Astbury (The Cult) beim Song „Ghost“. Das erste und ein besseres von 13 netten Liedchen. Ist es verwunderlich, dass ein fader Beigeschmack nach dem Hören des Albums bleibt? Slashs Gitarrenspiel und Songs, die dem entsprechenden Sänger auf den Leib geschrieben sind. Ozzy Osbornes Beitrag „Crucify the Dead“ hätte auch von ihm selbst sein können. Dabei ist selbst die Rhythmusgruppe prominent: Josh Freese (A Perfect Circle, The Vandals uvm.) und Chris Chaney (Jane’s Addiction). Die hat bei der Kollaboration mit Fergie auch ordentlich zu tun, bis der Song Fahrt aufnimmt und Fergies Gesang von denen der Metal Queens der 80er/90er nicht mehr zu unterscheiden ist. Schade, Chance vertan. Chris Cornell bekommt von Slash fast schon einen Popsong geschrieben, Andrew Sockdale (Wolfmother) bekommt etwas Led Zeppelin-ähnliches. Stark ist das Instrumental mit Duff McKeagan und Dave Grohl, denn es zeigt eine ungeheure Spielfreude. Ansonsten lohnt es sich eigentlich nur, die weiteren Namen aufzuzählen: Lemmy Kilmister, Maroon Five’s Adam Levine (langweilige Ballade namens „Gotten“), Alter Bridge’s Myles Kennedy, Avenged Sevenfold’s M Shadows, Rocco De Luca, Iggy Pop, Kid Rock. Es freut mich für Slash, dass die alle gekommen sind und er sich ausleben konnte, aber ganz ehrlich: würde jemand „Slash“ kaufen, wenn nicht alle Beteiligten schon einige Erfolge aufzuweisen hätten und einen treuen Fanstamm haben? Immerhin: Bei einigen der vertretenen Musikern freut man sich einfach, dass sie noch leben…

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