Sky Larkin – The Golden Spike

von Sterereo am 5. Februar 2009

in Musik!

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Wenn Katie Harkin auf ihren Zehenspitzen steht, blickt sie mit funkelnden Augen über die backsteinrote Mauer, die von Leeds aus in die Welt blickt. Hinter den Steinen recken sich auf britischem Rasen drei bleichnäsige Freunde empor, bereit das Hindernis einzureißen oder wenigsten zu überspringen.

Sky Larkin zu mögen ist wirklich leicht. So ungeschminkt und verspielt kommt das Trio daher. Denn Katie steht nicht nur auf ihre Zehen um zu spionieren, sondern scheint sich in dieser Postions auch bestens auf Spiel und Gesang konzentrieren zu können. Ihre Stimme ist schon bei „Fossil, I“ herausfordernd und springt in der Tonhöhe spielerisch umher. Dazu rammt ein tanzbarer Indie-Rock in die Kniekehlen, ohne die Gitarren zu vernachlässigen und nach Disko zu klingen. Golden Spike schlägt fast ausschließlich in diese Kerbe. Manchmal wird es ansatzweise proggig, so ruft dann Katie den Songtitel „Beeline“, Drummer Nestor Matthews hämmert um sein Leben und die Bässe von Doug Adams wabern wie ein Schwarm Bienen umher. Aus dem bewährten Schema bricht „Matador“ zentimeterweise heraus. Eine entspannte Melodie schmeichelt herzerwärmend den aufmunternden Worten: „I’m sure that/you are not a doormat“ und später „I am sure sure sure/ you are a Matador“. Mit den Worten im Ohr fühlen sich selbst die kleinsten Jungs wie ausgewachsene Krieger. Auch Sky Larkin sind den Kinderschuhen entwachsen. Neben Auftritten im Vorprogramm von Wichita-Kollegen Conor Oberst und Los Campesions! steht jetzt die eigene Europatour ins Haus. Die ersten massiven Hürden scheinen also genommen, doch es bleiben noch unzählige. Doch eines ist klar: Sky Larkin sind auf dem Sprung.

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