Sir Toby – Bookshelf EP

von Hififi am 16. Januar 2009

in Musik!

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Sir Toby? Ist das nicht einer von Miss Sophie’s verstorbenen Freunden/ Liebhabern, den der arme Butler James zu jeder Jahreswende wieder aufs Neue vertreten muss? Mit Sir Toby ist es ähnlich wie mit „Dinner For One“; in deutschen Landen produziert, soll es trotzdem möglichst britisch sein, bzw. klingen, aber im Mutterland des Pop kümmert das wiederum keinen. Aber vielleicht dann doch hier zu Lande? Wer weiß…

Zwischen zwei Bierdeckeln schneit die zweite EP der vier Mainzer bei mir in den Briefkasten, zusammengehalten durch ein Gummiband, wie Oma das immer für ihre Einmachgläser nimmt. Ähnlich sympathisch ist mir nach dem ersten Probedurchlauf auch das musikalische Schaffen von Philipp Maximilian, Florian Sibum, Julius Zimmermann und Jan Gross. Erfrischend ungestüm stapft der Garage-Rock/ Punk auf Bookshelf voran, verneigt sich artig vor den Größen der Szene, kann aber sogar ein wenig Eigenständigkeit für sich erobern. Eigentlich scheinen die Blumen in diesen Gefilden längst gepflückt zu sein und daran leidet natürlich auch Sir Toby, mit dem leicht angestaubten Re-Retro-Gitarrengeschrammel. Die Nische ist mittlerweile so verdammt eng und ob da noch Platz ist neben Eight Legs und Konsorten, bleibt fraglich. So werden nach jedem weiteren Hördurchgang von „Bookshelf“ die fünf Songs immer beliebiger und der Wiedererkennungswert der einzelnen Tracks nimmt sogar eher ab. Als Ganzes funktioniert die EP allerdings schon wieder recht gut, hervorheben lässt sich allenfalls „Say You Will“, das gleich den Anfang macht. Die Produktion könnte vielleicht dann doch noch ein wenig mehr Garage vertragen, so finde ich sie ein wenig trocken, glatt wäre jetzt allerdings auch wieder zuviel gesagt. Da lässt sich immer viel meckern und im Endeffekt hat man ja doch keine Ahnung, also lassen wir das. An sich machen Sir Toby, die sich erst vor gut einem Jahr zusammengefunden haben, alles richtig, veranlassen das Tanzbein sich zu schwingen, versprühen gute Laune und klingen frisch und unverbraucht. Dass soll uns fürs Erste reichen.

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