Sevenkind – Polaroids

von JonesKorn am 19. Oktober 2009

in Musik!

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Etwas rockendes und unverbrauchtes aus dem Heimatland, das lässt erst einmal aufhorchen. Dann noch aus NRW, quasi von vor der Haustür. Naja, fast jedenfalls. Die drei Jungs von Sevenkind wollen uns in Bewegung bringen und zwar mit ihrer Mischung aus Rock und Alternative.

Eröffnet wird die frischgepresste EP nach einem kurzen Intro inklusive Sirenengeheul vom rockigen „Night on fire“. Insbesondere hier sind jedoch die klar gesungenen, ruhigeren Passagen nicht so gut gelungen: die Stimme klingt an diesen Stellen immer etwas wenig voluminös. Dass Sänger Aba auch anders (besser) kann, beweist er gleich im Anschluss im rockigsten Titel der Scheibe, „Screwball“, das uns gegen Ende der Scheibe noch einmal als leicht gekürzte Radioversion begegnet. Jedoch, beide Versionen dürften kaum ins Alltagsradio passen (was als positive Kritik gedacht ist). Ganz im Gegensatz zu den restlichen Titeln, die alle etwas zahnlos wirken. Der auf der Packungsbeilage versprochene Tritt in den Arsch bleibt jedenfalls gänzlich aus.

Alles bewegt sich irgendwo zwischen Live und den weniger guten Incubus Tagen. Ein an die Beatsteaks angelehntes Riff mit dazu passenden Vocals („Porcelain“) gibt Pluspunkte, aber alles in allem ist es mehr als einer Hinsicht zu wenig, um wirklich zu überzeugen oder dauerhaft im Spieler des Autos zu verweilen. So frisch ist das alles dann auch wieder nicht es nutzt sich leider auch zügig ab. Und schließlich hat die EP abzüglich des „Radio edit“ von „Screwball“ nicht einmal zwanzig Minuten Spielzeit.

Als kleiner Bonus liegt noch der Videotrack zu dem eher ruhigen Stück „Dystopia“ mit auf der Scheibe.

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