September Malevolence – Our Withers Unwrung

von JonesKorn am 22. November 2011

in Musik!

Post image for September Malevolence – Our Withers Unwrung

Schon auf dem 2008er Album „After This Darkness, There’s A Next“ hatten sich September Malevolence fortbewegt. Fort vom rein instrumentalen Postrock, hin zu einer offeneren Version desselben, gewürzt mit einer angemessenen Prise Gesang. Diesen Weg verfolgen sie auch auf Our Withers Unwrung konsequent weiter, nein, sie bauen ihn noch aus.

Zwar bietet das Schwedentrio auf dem aktuellen Silberling noch immer ausführliche instrumentale Ausflüge (beispielsweise „Heathen“ kommt rein instrumental daher), aber der Gesang ist ein fester und wichtiger Bestandteil der Musik von September Malevolence geworden. Genau dieser Bestandteil ist es auch, der den Liedern Flügel verleiht und mit teils überraschenden Wenden die Spannung aufrecht hält, obwohl uns die Texte immer ruhig und unaufgeregt erzählt werden. An einigen Stellen glaubt man zunächst, es wäre nahtlos von einem Titel in den folgenden übergeblendet worden, bis dann der Zeitzähler im Display deutlich beweist, dass man noch dem Ursprungsstück lauscht.

Zunächst mag es wie ein Widerspruch klingen, doch trotz der Themenwechsel innerhalb der einzelnen Stücke und der Wenden – nicht nur – durch die Gesangsparts wie beispielsweise im Opener „End Of New Beginnings“, bieten September Malevolence dem Hörer Raum und Gelegenheit, in seine eigene Gedankenwelt zu entfliehen. Sie liefern die Musik, der Kopf die Bilder. Dabei wurden keine verträumten Einschlafhilfen konzipiert, sondern insbesondere die Instrumentalteile sind mitunter aufwühlend, um dann zum Ende hin doch sanft zu entgleiten; wie in „Details Of Detours“.

So erfreulich die kleinen Experimente in sich sind, das Album ist im Ganzen etwas zu homogen geraten und produziert. Da ist es ein Gutes, dass es mit knapp 40 Minuten Spielzeit nicht überstrapaziert und deshalb auch noch nach mehrmaligem Hören ein gutes Album bleibt.

Wer dem Postrock etwas abgewinnen mag, wem die Namen Sigur Rós, Explosions In The Sky oder Mogwai wohlig in den Ohren klingen, der sollte sich mit „Our Withers Unwrung“ ein Album ins Regal stellen, mit dem er viel Freude haben dürfte.

Share Button

{ 0 Kommentare… add one now }

Previous post:

Next post: