Secret Machines – dto.

von Hififi am 9. Januar 2009

in Musik!

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Nach dem Ausflug in eher ruhigere Gefilde, besinnen sich die drei Wahl-New Yorker auf alte Stärken und lassen die Gitarren wieder ordentlich jaulen und die Drums klingen auch wieder nach Galeere. Kompromisslos kann man dies auch nennen und was „Ten Silver Drops“ fehlte, nämlich Kraut und Space, das ist auf „Secret Machines“ massig vorhanden. Songmonster, die Brandon Curtis‘ Gesang eher als Alibi nutzen, als wirklich auf ihn angewiesen zu sein. Aber dann gibt es auch wieder die ruhigen, melodiösen Momente, die an den Vorgänger erinnern. Die drei Secret Machines wussten allerdings schon immer durch einen gekonnten Mix aus ausufernden „Jams“ und den eher klassischen, ruhigen Songs, um sie nicht sogar Balladen zu nennen, zu überzeugen. 2008 sind Balladen verpönt, es gibt gemächliche Passagen, die zumeist dafür genutzt werden, um die Spannung vor dem nächsten Ausbruch zu erhöhen. Eruptionen, die Richterskala rauf und runter, die immer wiederkehren, ausgelöst durch pompöse Gitarrenriffs, hypnotisch, ein wenig Angst einflössend, zumindest Erfurcht. Sagenhaft wie auf diesem Album die Gitarre verfremdet wird, verzerrt, verhallt, mit Delay, die ganze Palette, manchmal klingt das richtig kaputt und das ist ebenfalls neu. Eine gewisse Rohheit, Unproduziertheit hält Einzug ins Secret Machines-Gefüge. Ben Curtis ist Geschichte, Phil Karnats ist gekommen um mehr Krach zu machen, als die Drei es sich vorher getraut zu haben scheinen. Gut verkaufen wird sich das nicht und mit diesem selbst betitelten dritten Album verabschieden sich Secret Machines endgültig von dieser Idee.

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