Scams – Add & Subtract

von Pynchon am 28. August 2012

in Musik!

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Das in Leeds beheimatete Quartett von Scams zählt unter anderem The Cure (gut), Marvin Gaye (auch gut), Michael Jackson (ähem…), Destiny’s Child (naja…), Weezer (gut) und Radiohead (genial) zu seinen Einflüssen, was ja schon mal alles stimmig zusammenpasst und Laune macht auf das insgesamt zweite Album der Band, nach dem Debüt „Rewrite Fiction“.

Eigentlich gibt es an der geradlinigen, sorgfältig komponierten Rockmusik von Scams nichts weiter auszusetzen. Alles sehr eingängig und auch recht konventionell, dafür aber gekonnt und mit Herzblut rübergebracht. Trotzdem, da schon im Pressetext extra darauf hingewiesen wird, dass die Band aus Überzeugung nicht nach London gewechselt und der Pseudo-Coolness gefolgt ist, hätte ich doch gern etwas mehr von der mit Leeds assoziierten Sperrigkeit und Abgerissenheit in den Songs gehört. Also etwas mehr in Richtung dreckiger Hinterhofschuppen und weniger geschniegelte Casting-Bühne.

Stattdessen kommt der Rock auf „Add & Subtract“ doch ein wenig glatt und sauber rüber (in Gedanken sehe ich bei den Aufnahmen zwischen den Stücken ein paar aufgeregte Omis nach vorn stürmen und den Enkeln mit speichelbefeuchteten Taschentüchern die Essensreste von der Backe abschmieren), was bei mir spätestens zur Hälfte des Albums für eine anwachsende Langeweile sorgt. Naja, ganz nett ist es ja schon. So wie Michael Jackson in etwa.

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