Sam Kills Two – dto.

von Hififi am 30. Januar 2009

in Musik!

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Wollen wir es mal gar nicht weiter spannend machen: „Sam Kills Two“ ist ein spitzen Album geworden! Noch dazu ein Debüt, noch dazu (mal wieder) aus London, bzw. gründeten sich die Vier in London. Ansonsten sind mit Liverpool und Manchester die üblichen Verdächtigen in Sachen Pop-Metropole im Spiel und Sänger Fred Bjorkvall ist auch noch Schwede. Also genetisch kann da ja nicht mehr viel schief gehen.

Es ist nirgendwo explizit vermerkt, aber Sam Kills Two klingen stark nach „Quiet Is The New Loud“, also der überwiegend akustischen Bewegung um Erlend Øye und seinen Kings Of Convenience. Aber wenn auf myspace der göttliche Elliott Smith als großer Einfluss angeführt wird, sind diese Vergleiche irgendwie hinfällig, die Musik ist eh zeitlos, die von Elliott Smith allemal. Der Gesang wird jedenfalls die ganze Zeit über gedoppelt und erinnert mich seltsamerweise weniger an Elliott Smith, der dies ebenfalls immer so gehalten hat, sondern eher an The Electric Soft Parade, wo die White-Brüder überwiegend gemeinsam ihr Organ zu Gehör bringen. Manchmal klingen Songs wie „Your Whisper“ fast ein wenig lethargisch, so gedehnt kommt Bjorkvalls Gesang daher. Aber das hier ist generell sehr viel folkiger, mit Mundharmoniker („Polar Winter“) und der allgegenwärtigen Akustikgitarre. Um das Namedropping hiermit zu beenden, möchte ich noch The Dodos ins Gefecht schicken, die auf „Visiter“ ähnlich klingen, aber sehr viele krachige Parts eingebaut haben. „Sam Kills Two“ ist grundlegend ruhig, melodisch und durchzogen von träumerischen Gesangsharmonien und – falls ich das noch nicht erwähnt haben sollte – ein hervorragendes Album.

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