Sahara Hotnights – What If Leaving Is A Loving Thing

von Benjamin am 30. August 2008

in Musik!

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Wenn eine Band aus vier hübschen Schwedinnen besteht, die sich nach einem australischen Rennpferd benannt hat und deren größter Fan Dave Grohl ist, kann diese Band beim 4. Album irgendetwas falsch machen? Ja, diese Band kann. Nämlich den Rock und den Punk vergessen und Popmusik machen.

Auf dem aktuellen Album von Sahara Hotnights finden sich wunderschöne Popsongs, die wunderbar ins Ohr gehen. Gute Laune ist vorprogrammiert, wenn solche Songs im Radio gespielt werden. Aber da ist das Problem: Das Album hat keine Kanten mehr wie die Vorgängeralben, welche eher vom Rock und Punk beeinflusst waren als von den Bangles oder Texas.

Der Reihe nach: Der Opener „Visit to Vienna“ (auch die zweite Single) beginnt wie ein Rocksong: Gitarre und Drums lassen spannendes erwarten, aber dann verkommt das ganze zu einem schwachen Midtempo-Long-Blondes-Song. „The loneliest city of all“ berichtet von Tokyo, aber das es dort für amerikanisch- bzw. europäisch-geprägte Menschen schwierig ist, wissen wir ja aus „Lost in Translation“. Auch dieser Song geht ins Ohr, ist nett, aber auch sehr vergänglich. So geht es über die gesamte Albumlänge weiter. Mal darf ein Saxophon aufspielen wie in „Getting away with murder“ oder „Cheek to ckeek“, mal geht es ruhiger zu wie in „No for an answer“.

Die ehemaligen Rockgören von Sahara Hotnights sind nun eine Mädchen-Pop-Band. Vielleicht wird nun Debbie Harry der Nachfolger von Dave Grohl als Celebrity-Fan. Wahrscheinlich hängt sich grad ein Song in meinem Gehörgang fest und bleibt dort hartnäckig, aber Pop dieser Art ist nicht neu und auch alles andere als aufregend.

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