Rose Kemp – Unholy Majesty

von Benjamin am 1. Februar 2009

in Musik!

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Rose Kemp fesselt! Eine prägnante Stimme, klassisch ausgebildet, dazu dreckige Riffs und Soli aus dem Stoner Rock, Orgeleinsätze, gelegentliche Streicher und eine dynamische Rhythmusfraktion. So klingt der aktuelle Silberling „Unholy Majesty“ der Tochter eines britischen Folksängerpaares!

Überragt wird das Album aber vom ruhigen, nur mit Klavier und Violine begleiteten „Flawless“. Der eindringliche Gesang, die meist düsteren Lyrics kommen bei diesem einen Song besonders zum tragen. Live erzeugt sie die Töne zu „Flawless“ nur durch das Antippen einzelner Saiten ihrer elektrischen Gitarre, was dieses kleine Meisterwerk zu einem noch eindringlicherem Erlebnis macht. Überhaupt, was sie live mit ihrer Gitarre und ihrer Stimme macht, das zeigt auch das Album: sie singt mal dunkel und kräftig, mal hell und klar, dann flüstert sie, dann schreit sie einfach nur. Nichts davon wirkt aufgesetzt, alles zur richtigen Zeit. Dieses feine Gespür für die musikalische Situation zeigt auch ihr Gitarrenspiel: Dreckige Doom-Riffs, klare Töne, folklastige Einlage, beeindruckende Soli. In zwei Songs werden alle diese Elemente aufgegriffen: „Bitter and Sweet“ und „The Unholy“ (der würdige Schluss), ansonsten treten einige der aufgezählten Elemente in den Songs zurück. So bekommt man ein rundes, großartiges Album. Ich bin verknallt in diese Künstlerin!

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1 JonesKorn Februar 8, 2009 um 20:54 Uhr

Zeitlich passend zu dieser Rezi bin ich über die italienischen „Ufomammut“ auf den Namen Rose Kemp gestoßen (für die hat sie auf [i]Idolum[/i] einen Song mit eingesungen). Und das (bisschen), was auf last.fm zu hören ist, ist ja schon mal sehr geil. Das gefällt mir, das will ich haben, diese Rezension klingt ja auch so, als müsste es mir gefallen.

2 RockinBen Februar 8, 2009 um 21:00 Uhr

Jepp, das könnte Dir gefallen. Nur ein kleiner Hinweis: Rose Kemps erstes Album ist reiner Folk, das zweite hat zwar schon ein wenig mehr nach vorne, ist aber eher Alternativ Rock. Das hier beschriebene dritte bringt dann verstärkt die Stoner-Rock/Doom-Elemente, die sich auf dem zweiten Album lediglich andeuten.

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