Robots In Disguise – Happiness V Sadness

von am 4. Oktober 2011

in Musik!

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Next Stop: Popmusic! Und das in allen Formen und Farben. Hauptsache, es quietscht, beim Drauftreten. Das Besondere an Robots In Disguise ist immer noch, dass sie neben der ausgestellten (Riot-)Grrrl-Attitüde auch richtig gute Songs hinbekommen. „Happiness V Sadness“ ist das vierte Album von Dee Plume und Sue Denim und die beiden erforschen damit endgültig die letzten Niederungen des Mainstream, vor allem jene, die vor 30 Jahren angesagt waren. Zusätzlich zu David Alexander stand Death In Vegas‘ Allroundtalent Tim Holmes an den Reglern. Und wenn einer weiß, wie ungewöhnliche, ästhetisch hervorragend aufbereitete Popmusik zu funktionieren hat, dann er. Das Album ist dementsprechend ein Sammelsurium an Klängen, Melodien und moderaten Experimenten, die alle nur eins wollen: nach vorne! Gottseidank nicht mehr um jeden Preis. Noch eine Platte mit zehn kreischenden Electroclash-Hysterien hätte die Welt nicht gebraucht. Insofern ergibt es durchaus einen Sinn, wenn hier weiter ausgelotet wird, was so geht, im Beatbiz. „Chains“ verbindet zum Beispiel Hip-Hop-R’n’B mit Eurotrash und klingt viel besser, als man sich das vorstellen kann. Der guten Produktion ist ein nicht unwesentlicher Teil davon zu verdanken. „Don’t Go“ entspricht dann voll den Erwartungen: Le Tigre, Yeah Yeah Yeahs, The Gossip, aber mit einem gewissen Ohrwurm-Twist. Der Titelsong stampft etwas unoriginell über den Dancefloor, „Hey Watcha Say“ wagt den Sprung in die Sechziger Jahre und „Sink In The Dirt“ ist eindeutig The-Clash-orientiert. Insgesamt ist „Happiness V Sadness“ also ein akzeptabel pushendes Feieralbum geworden, das mehr Abwechslung und vor allem mehr Song zu bieten hat, als dass das giftig-fiese Cover vermuten lässt.

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