Riplay – Loose

von Sterereo am 27. November 2012

in Musik!

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Beim Cover denke ich spontan eher an und die ersten Zeilen des Openers „Catrina“ lassen mich dann an Anders Fridén (den Sänger von In Flames) und denken. Doch was Riplay wirklich spielen ist Hardcore, auch wenn das auf ihrer „Loose“ nicht unbedingt sofort ersichtlich wird.

Noch während des bereits erwähnten Openers vollzieht sich jedoch der spürbare Stilwechsel und fortan bleiben die fünf Jungs in den insgesamt knapp 24 Minuten dem Core treu. Treibende Riffs, feine Breaks, melodiöse Parts – der Moshpit wartet. Gesanglich geht es sowohl clean als auch mit ausbrechenden Shouts zu Werke, live stelle ich mir das alles sehr schweißtreibend und mitreißend vor.

An ihre Thüringer Bundeslandsleute Heaven Shall Burn (ich will hier aber nicht wirklich einen Vergleich zu Heaven Shall Burn ziehen) reicht die Wucht der Songs aber noch lange nicht heran und das liegt vielleicht auch an der Produktion von „Loose“. Die krankt leider etwas, mir persönlich fehlt es da oft an Volumen der einzelnen Instrumente, gerade die dynamischen Teile der Stücke wirken etwas hohl und dadurch verlieren sie an Fahrt. Die Texte wirken manchmal noch etwas holprig und es scheint, als wären Riplay auch noch auf der Suche nach sich selbst. Die Schlussteile von „Getting in shape“ überraschen beispielsweise mit einer Radiorockstimme, die gar nicht recht zum Hard-/ passen will, der unmittelbar darauf in „One way ticket to modernism“ anklingt.

Trotzdem macht die EP Spaß, weil die Titel alle abwechslungsreich geschrieben sind (siehe oben) und eben nicht im stumpfen Dauergekreische daherkommen. Bleibt abzuwarten, was ein eventueller Langspieler oder eine weitere folgende EP bringen. Einen Liveauftritt würde ich jedenfalls schon einmal erleben wollen.

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