Reseda – When Life And Art Collides

von Hififi am 25. Mai 2009

in Musik!

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Die Schweden also wieder… Eigentlich ja fast schon ein Gütesiegel so ein „made in Sweden“, umso beruhigender, dass ein Produkt mal nicht ganz so hochwertig zu sein scheint, wie bei Cardigans & Co. Damit soll nicht gesagt sein Reseda wüssten nicht was sie tun, denn das tun sie durchaus, bloß mangelt es ein wenig an Wiedererkennungswert.

Vor zehn Jahren hätte die Allgemeinheit „When Life And Art Collides“ wohl einfach unter Alternative abgeheftet, aber dieses Genre ist ziemlich tot, sodass jetzt alles einfach zu Indie wird, ein Allgemeinplatz, genauso wie vorheriger Begriff. Konventioneller waren Bands die in den 90ern unter Alternative abgehandelt wurden allerdings schon, oder würde tatsächlich jemand Pavement mit Pearl Jam vergleichen wollen? Warum ich das erzähle? Reseda klingen in meinen Augen nach Kashmir aus Dänemark, die immer noch ganz wundervolle Alternative-Alben herausbringen, nur ein wenig gediegener, weshalb ich gerne noch Arms ins Spiel bringen würde, auch auf die Gefahr hin, dass sie kein Schwein kennt. Falls es noch nicht jeder begriffen haben mag: Ich will mit diesem antiquierten Begriff namens Alternative niemanden abschrecken, denn die zehn Songs sind durch die Bank solide und warten mit gelegentlichen Überraschungen auf. So ertönt an zweiter Stelle eine Walter Scholz Gedächtnis-Trompete, die mich an die Schwarzwaldklinik denken lässt, mich im Kontext von „Faceless“ allerdings überhaupt nicht stört, im Gegenteil. Gepaart mit Schifferklavier in Form von „Game Over“ (ein schöner Titel für das letzte Lied) bekommt die Trompete den elegischen Part und dämpft die Stimmung noch einmal mehr. Denn wer hier Gute-Laune-Mukke erwartet, muss sich halt die neue Green Day kaufen. Alles richtig gemacht Comet Records!

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