Republic of Loose – Mutant Soul

von Pynchon am 23. Januar 2012

in Musik!

Post image for Republic of Loose – Mutant Soul

Nanu, eine der führenden Bands Irlands, die nun nach drei Alben bereits eine Compilation ihres bisherigen Gesamtwerks vorlegt? Dazu diverse Touren mit den Gutmenschen von U2 und den Schmusepoppern von Snow Patrol? Ich muss gestehen, von Republic of Loose habe ich bislang noch nichts gehört – was aber nichts heißen muss.

Soulverliebt, ein bisschen funkig und mit tanzkompatiblen Schwoofsongs wie „I Love Music“ aufwartend, erinnern mich die Iren ein bisschen an die Black Eyed Peas, zumindest das erste Album (den Rest kenne ich nicht). Ist ja gar nicht mal schlecht. Insgeheim habe ich mich ja eher auf innere Auflehnung gegen den allzu euphorischen Dancesound eingestellt, aber plötzlich zuckeln meine Beine im Takt! Vielleicht eine degenerierte Niveaulosigkeit meinerseits, aber Stücke wie „Comeback Girl“ und „Break“ gefallen mir plötzlich aller jahrelangen Indie-Rock-Noise-Pop-Affinität zum Trotz ganz gut, oh Elend.

Mit umfangreichen Querverweisen muss ich mich selbstredend zurückhalten, denn ich höre ja eigentlich nichts, was Richtung Funk oder Soul tendiert. Aber vielleicht muss angesichts dieser abgefuckt lässigen Scheibe mein bisheriges Leben einmal grundsätzlich überdenken. Kann sein, aber bevor ich zu euphorisch werde, bin ich doch froh und erleichtert, zum Abschluss noch ein wenig Essig in den edlen Tropfen gießen zu können: Ein bisschen arg professionell produziert ist die Scheibe natürlich schon, immerhin etwas.

Share Button

{ 0 Kommentare… add one now }

Previous post:

Next post: