Reptar – Body Faucet

von Pynchon am 23. Juli 2012

in Musik!

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Beim Debüt des Quartetts Reptar fällt mir im Pressetext zuerst die Erwähnung des Produzent Ben Allen auf, der bereits für eine beachtliche Riege an Bands gearbeitet hat, so etwa Animal Collective, Gnarls Barkley und Bombay Bicycle Club. Ziemlich beachtlich.

Mit dem verspielt-dahinfließenden, synthielastigen Klängen des Openers „Sebastian“ bin ich gleich auf der Welle des letzten Vampire Weekend-Albums angelangt. Übermütige, tanzkompatible Melodien, die für einen sonnigen Tag am Strand oder die abschließende Sundowner-Party geschrieben zu sein scheinen. Dazu einen Schuss Afro-Pop, exotisch und einnehmend, wenn man sich von soviel guter Laune nicht verschrecken lässt. Keine Frage, Reptar produzieren einen Pop von der Sonnenseite des Lebens, aber es ist ja ohnehin Sommer, passt also.

Was mir gut gefällt, sind die originellen, energiestrotzenden Einfälle, mit denen die Songs gespickt sind. Nicht so leicht ausrechenbar, in verschiedene Richtungen sprühend, agil und durchaus auch mitreißend. Im Hinblick darauf finde ich es auch gar nicht mehr so erstaunlich, dass die Debütanten gleich einen solch namhaften Produzenten für sich gewinnen konnten. Denn der hat eine Menge Potential entdeckt, wohl auch oder gerade im Hinblick darauf, dass Reptars überschwänglicher Sommer-Pop sich gut verkaufen dürfte. Ist aber auch wirklich gelungen, also sei es ihnen gegönnt.

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