R.E.M. – Accelerate

von am 13. April 2008

in Musik!

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Ok, das überraschenste was R.E.M. in den letzten Jahren gemacht haben war das Outing von Michael Stipe und mal ehrlich, hat wirklich irgendwen überrascht, dass er schwul ist. Etwa so überraschend wie das Outing leider auch die letzten beiden Albem, die sich eher für eine Entdeckung der Langsamkeit aussprachen, als für innovatives Songwriting, R.E.M. schienen zu Popdinos mutiert. Zeit also für das Trio aus Athens nun einen Gang höher zu schalten. Der Albumtitel des neuesten Streichs von R.E.M. gibt gleich die Marschrichtung vor. Zurück also zu den Wurzeln, als Erfinder des College Rock einfach mal beweisen, dass man das Rocken auch nicht verlernt hat.

Die Hitsingle „Supernatural Superserious“ klang erst mal noch wie ein simpler Abklatsch der Best Of Single „Bad Day“ und die Vorfreude auf das neue Album wurde etwas getrübt. Zum Glück wartet das Album dann mit für R.E.M. überraschend rockigen Indiesongs auf. Natürlich hört man dabei immer noch die mehr als zwanzig jährige Geschichte von R.E.M. durch, jeder Song scheint eine andere Schaffensphase zu symbolisieren, die IRS years ganz deutlich im Vordergrund. R.E.M. scheinen den Frust nach zwei von Kritikern zerrissenen Alben von der Seele rocken zu wollen. Das heißt nicht, dass das ganze Album von vorne bis hinten durchrockt, es hält auch mal inne für ein paar ruhigere Songs, die aber glücklicherweise dabei nicht so belanglos geraten wie der größte Teil von „Around the Sun“. Ok, bei ein zwei Songs fühlt man sich versucht die Skip-Taste zu betätigen aber wenn man ihnen eine Chance gibt merkt man wie gut sie sich ins Gesamtalbum einfügen. Insgesamt haben sich R.E.M. mit diesem Album nicht neu erfunden aber wieder auf alte Stärken besonnen.

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