Ratatat – LP4

von Hififi am 7. Juni 2010

in Musik!

Post image for Ratatat – LP4

Ratatat tun weh, uns allen, die wir sie hören und ich bin von einer unmittelbaren Begeisterung befallen, vom ersten Beatbefall sozusagen, von der ersten fies bratzenden Basslinie an, bis zur eigentlich nur spärlich einsetzenden Beat-Maschine, die gelegentliche 4/4-Einsätze gerne nur andeutet. Ansonsten knarzt, fiept, gurgelt es an jedem Ende eines Tracks. Werner Herzog-Filmzitate leiten Soundscapes der allerfeinsten Sorte ein, und es wird zumeist sogar ein abgeschlossener Song draus. Nicht nur ein paar Verrückte, die wildgewordene Klanglandschaften auf die Hörer katapultieren, wobei es eigentlich streng genommen genau das ist, was passiert, denn überfordert wird zunächst jeder sein, der „LP4“ zum ersten Mal hört, da kann auch ein beruhigendes Piano-Zwischenstück namens „We Can’t Be Stopped“ nicht darüber hinwegtäuschen. Man muss sich einlassen, und die gniedelnden Scorpions-Gitarrenmelodien sind nun einmal eins der wahrhaft markanten Versatzstücke des Ratatat-Klangkosmos. Und irgendwie habe ich das permanente Bedürfnis ihnen dafür zu danken, gepaart mit diesen Danger Mouse-Synthie-Sprengslern und dem Hip Hop-Beat sind sie doch so nah dran an dem, was ich mir heutzutage auf modernen Tanzflächen wünschen würde. Und es gibt ja auch noch die totalen Nerds, die es sogar gerne in eine Nintendo/ Sega-Sample-Ecke einsortieren können. Aber das kann ich nicht recht beurteilen. Ist das so? Aber ich möchte es gerne mir Holy Fuck vergleichen, die ich doch so verdammt gern gehört habe, nicht nur in letzter Zeit.

Share Button

{ 2 Kommentare… read them below or add one }

1 alex Juni 7, 2010 um 22:09 Uhr

ein bischen 8bit und damit nintendo/sega ist das schon irgendwie, doch.
hört sich gut an, muss ich mir mal besorgen, die neue ratatat!

2 otic Juni 8, 2010 um 18:40 Uhr

Previous post:

Next post: