Radination – Contrast Show

von Benjamin am 28. Juli 2012

in Musik!

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“Contrast Show” ist erst das zweite Album der Leipziger Indie-Popper Radination und das ist eigentlich verwunderlich. Die Band klingt erstaunlich reif und abgeklärt, jagt nicht irgendwelchen Moden hinterher, sondern setzt auf zeitlosen melancholischen Indie.

Die Keyboardmelodien von Steve Knuth und der Gesang von Andreas Reinke sind meistens getragen und zeigen die nachdenkliche Seite der Band. Die andere Seite sind treibende Rhythmen und druckvolles Gitarrenspiel. Zwischen diesen beiden Polen bewegen sich die Songs von Radination über das gesamte Album hinweg. Oft wird das Laut-Leise-Spiel auch innerhalb eines Songs vorgetragen und dann entstehen Songperlen wie “Black Sheep”. Aber auch wenn ein Song überwiegend leise ist, dann kann er überzeugen, wie “My Hell”. Referenzbands sind sicherlich Kashmir, The Cure und teilweise The Notwist oder auch Radiohead. An den Namen erkennt man auch, womit man es auf “Contrast Show” zu tun bekommt: Handwerklich ist das gut, die rockigeren Songs sind noisig und treiben, die Balladen sind kraftvoll. Auch wenn es meist melancholisch zugeht, machen Radination keine Trauermusik. Contrast Show ist ein klassischer Fall von schönem Indie-Pop! Wenn ich Anspieltipps geben soll, dann sind dies: das eingängige “The Way We Are” und das vertrackt-verträumte “The Next of Kin” – aber nur, weil man sie exemplarisch für die Band sehen kann, denn wenn ich ehrlich bin, finde ich alle Songs gut!

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