Portugal. The Man – Gleis 22 Münster, 22.10.06

von Hififi am 28. Oktober 2006

in Feierlichkeiten

Post image for Portugal. The Man – Gleis 22 Münster, 22.10.06

Mehr ein Blindschuss als irgendetwas sonst dieser Konzertbesuch. Einen einzigen Song habe ich vorher gehört und meine Begleitung noch nicht einmal den. Das kann ja spannend werden. Wurde es auch.

An dieser Stelle würde ich ja auf die Vorband eingehen, aber das würde hier niemanden Spaß machen, am wenigsten mir. Das war dann Independent-Core-08/15-Gitarrengewichse oder so ähnlich. Wenn es einer weiß, so solle er mich erhellen. Jedenfalls war es langweilig. Independent-Core (falls es so etwas überhaupt gibt) sind Portugal. The Man auch, aber in diesem Fall kein Stück langweilig. Wem The Mars Volta etwas zu anstrengend sein sollten – soll ja schon vorgekommen sein – dem seien die vier Bekloppten aus Alaska wärmstens ans Herz gelegt. Bekloppt ist in diesem Kontext absolut positiv gemeint, schließlich ist ein Song wie „Chicago“ nun wirklich keine Paradebeispiel eines handelsüblichen Popsongs. Gut so, bloß keine Struktur erkennen lassen und auch mal von zuckersüß in krachige Noise-Attacken überschwenken. Schon genanntes „Chicago“ folgt an zweiter oder dritter Stelle, „AKA M80 The Wolf“ (dann doch der heimliche Hit) folgt auf dem Fuße, die Band dreht mittlerweile schon völlig am Rad und dehnt die Songs ins unendliche. Die Ankündigung, die Songs auch gerne mal etwas zu verändern, ist zu fortgeschrittener Stunde auch kein Geheimnis mehr. Etwas verändern heißt im Portugal. The Man-Kosmos schon mal eine zehnminütige Jamsession einzuschieben und das Publikum ordentlich anzupissen. Stimmlich liegt John Baldwin Gourley auf einer Wellenlänge mit Cedric Bixler-Zavala (The Mars Volta) oder Andrew Stockdale (Wolfmother) und das kann anstrengend sein, wenn er sein Organ in ungeahnte Höhen schwingt. Aber das soll auch anstrengend sein, muss. Es wird auch wieder Schnäuzer getragen (das macht mir mittlerweile schon ein wenig Angst) und Kapuze. Das braucht er wohl in Alaska, aber hier?

Und wenn er nichts mehr zu berichten weiß, schreibt er halt über so nen Scheiß. Also Schluss damit.

Share Button

{ 4 Kommentare… read them below or add one }

1 Starfever November 2, 2006 um 07:44 Uhr

Oh, du warst auch dort? Ich hatte sie bereits vorher im Kamp gesehen. Auch eher blind. Als ich dann die Möglichkeit hatte, mit einer Freundin nach Münster zu fahren, habe ich diese prompt genutzt.
Über die Vorband braucht man tatsächlich kein Wort verlieren.
Die Jungs von PTM kamen einfach super sympathisch rüber. Sie haben im übrigen deutlich mehr gejamt als im Kamp. Was ich aber absolut in Ordnung fand. Die dürfen das. Sie haben erstens nicht viel Programm und konnten sich so länger auf der Bühne aufhalten. Zweitens haben sie sich dabei gut verkauft und mich davon überzeugt, dass sie unheimlich viel Spaß an ihrem Zeug haben. Also warum nicht?

2 swo November 2, 2006 um 15:16 Uhr

ähmmm…hast du nicht vergessen das der schlagzeuger wie keith moon die trommelfelle (argh…geiles wortspiel) geschändet hat:-)
liebe grüsse….swo

3 Sterereo November 2, 2006 um 18:36 Uhr

Haha, wenn da mal nicht ein Running-Gag auf Nicos Kosten sich ethabliert. 🙂

4 Hififi November 7, 2006 um 21:28 Uhr

Pass ma auf wer hier gleich geschändet wird.

Previous post:

Next post: