popkomm 2006 – Berlin

von Sterereo am 27. September 2006

in Feierlichkeiten

Post image for popkomm 2006 – Berlin

Dank eines Begabtenstipendium vom MusicMediaPark in Berlin, hatte ich die Ehre auf der diesjährigen popkomm aktiv dabei zu sein. Ich war auf der Messe, sprach mit Politikern und Musikern, führte ein Interview mit Dendemann in der Gruppe und stand auf der Gästeliste vom sally*sounds. Außerdem habe ich ein wunderschönes Foto von dem fetten, ehemaligen Take That und N*Sync Produzenten Lou Pearlman. Wooho!

1. Alles nur geklaut? – Bericht von der popkomm

2. Dendemann Interview

3. Sally*sounds mit The Subways und Billy Talent

Alles nur geklaut?

Das Lieblingsthema auf der Popkomm: Raubkopierer

Klaus Wowereit hatte es nicht eilig auf der Popkomm. Im Rathaus warteten nur langweilig Konsolidierungsgespräche und da ist es doch so viel schöner, ein Bad in der Menge zu nehmen. Schnell noch ein Lächeln für die Kamera und die größte Musikmesse ist wieder in Berlin.

Etwas weniger Zeit hatte der Staatsminister für Kultur und Medien Bernd Neumann. Im Bundestag wurde am Morgen noch wichtig abgestimmt, da möge die Verspätung bitte verziehen werden. Unverzeihlich findet der Minister dagegen das Runterladen von Musiktiteln, da sehe er keinen Unterschied zum CD-Klau im MediaMarkt.

Etwas anders sieht dies Katja Husen aus dem Bundesvorstand der Grünen. Zu den Worten des Kollegen rollt sie die Augen und meint: „Dies ist das analoge Denken alter Männer in einer digitalen Welt. Es kann nicht auf die gleiche Stufe gestellt werden.“ Dennoch ist die ganze Raubkopiererei ein großes Problem für die Musikindustrie, welche mit Hasskampagnen und benutzerunfreundlichen Kopierschützen kontert. Gerne wird sich da auf DRMS (Digital Right Management Systems) versteift, welches findige iTunes-Nutzer unangenehm bekannt vorkommen müsste. Es verhindert das exzessive Erstellen von Kopien und beschränkt das Hören der MP3s auf fünf Computer, beziehungsweise den iPod. „Manche Dinge lassen sich nicht individuell verhüten und DRM wäre der individuelle Weg. Da muss eine pauschale Lösung gefunden werden“, denkt die Grüne – sprich: Eine flächendeckende Musikflatrate. Geld für die Musiker gäbe es pro Download.

Egal wie unrealistisch dieser Vorschlag klingt, traurige Realität ist, dass die Industrie den Trend schlicht verpennt hat. Da macht auch Kai Wingenfelder, Sänger von Fury in the Slaughterhouse, keinen Hehl draus. „Die Plattenfirmen stehen jetzt mit dem ganzen Ärger da und wir Künstler müssen es ausbaden. Auf der anderen Seite ist [der Download] Diebstahl, es wird unsere Lebensgrundlage geklaut.“ Schlechte Zeiten also für die musizierende Zunft, aber was passiert in der Zukunft? „Das Problem ist, dass zur Zeit unheimlich wenig Alben [auf iTunes] weggehen. Die Leute stellen sich ihre Compilations zusammen und die Tendenz geht immer mehr zu Einzelstücken. Ich glaube, dass die CD keine Chance mehr hat. Die Zukunft wird sich komplett im Netz abspielen.“

Doch egal wo sich der Markt des 21. Jahrhunderts abhandelt, es muss sich etwas in den Köpfen ändern. Da sind sich alle einig, ob Politiker oder Musiker.

Dendemann Interview

Ein Armer Ritter gegen den Maskenmann

Es war einmal ein Königreich in dem sich zwei tapfere, Arme Ritter aufmachten schnell zu sprechen und schwarze Teller zu drehen. Schnell fanden sie viele Freunde, die auf die seltsamsten Namen hörten. So tanzten und rappten sie Tag ein Tag aus mit Töpfen und Broten um die Wette. Doch eines Tages kam ein böser, dunkler Mann mit Maske und stahl den heiteren Gesellen die kopfnickenden Untertanen. Einer der Armen Ritter ließ sich zum Dendemann schlagen und schrieb viele tolle Reime. Die hat er auf eine Silberscheibe gepresst und „Die Pfütze des Eisbergs“ getauft. Ob er damit den bösen Maskenmann eins auswischen kann?

Die erste Single „3.5 Minuten“ ist eine Dende untypische Ballade, wie kommt’s?

„Ich wollte das schon seit vier Jahren machen, allerspätestens nach Deichkinds „Bling Bling“; für mich der einzig deutsche Soul-Song – sorry Joy [Denalane]. (lacht) ‚3.5 Minuten’ sollte auch in diese Richtung gehen, doch eigentlich lustiger klingen als es geworden ist. Ich habe lange gewartet bis ich mal eine Musik angeboten bekomme, über die eine HipHop-Ballade passt. Nachdem das komplette Album abgemischt war, bekam ich diesen Beat. Dann musste ich noch einmal ran. Irgendwie wurde es dann das beste Stück auf der Platte, das ist auch der Grund wieso es eine Single geworden ist.“

Und, wie ernst ist es gemeint?

„Es ist schon komisch, dass in der Liebesballade die dümmsten Wortspiele vorkommen. Natürlich ist es nicht ernst gemeint, sollte aber ernst vorgetragen werden. Die Sprüche darin sind natürlich behämmert, aber der Ton ist geil und der macht bekanntlich die Musik.“

Visuell hast du es nicht so bierernst umgesetzt, mit der Adaption von D’Angelos „How does it feel“, wo du Oberkörperfrei mit deinen augenscheinlich unechten Muskeln spielst. Wolltest du mit der lustigen Videoidee den ernsten Text relativieren, weil du Angst hattest deine „coolness“ zu verlieren?

„Wieso unecht? Das ist der Grund wieso ich drei Jahre nichts veröffentlicht habe. Ich musste in der Muckibude pumpen. (lacht) Erstmal ist die Idee zum Video so alt wie das Lied selbst und es fühlte sich deshalb gut an, da es das Augenzwinkern reinbringt, welches im Song vorhanden ist. Gott sei Dank nicht hörbar. Es sollte nicht lustig klingen, es ist einfach so, dass ich auch in der ernsthaftesten Trennungssituation mir diese Sprüche nicht verkneifen könnte. Kriege ich da nicht eine 10 auf der Realness-Skala?“

Du hast es angesprochen, drei Jahre keine Veröffentlichung. Noch etwas anderes gemacht als gepumpt?

„Nur gepumpt und live aufgetreten. Nun ja, ich habe meine Zeit gebraucht um zu wissen in welche Richtung ich gehen möchte. Ich habe auf die richtige Musik gewartet bevor ich mit dem Schreiben angefangen habe, da ich mir selbst Beat-Verbot erteilt habe nach der EP [„Das Schweigen Dilemma“].

Außerdem hinterlässt die momentane Entwicklung eine klaffende Wunde im deutschen HipHop, wo mein Salzstreuer zu diesem Zeitpunkt gerade richtig kommt.

Vor drei Jahren war es nur eine kleine Schramme am Unterarm, mittlerweile ist es eine Fleischwunde. Wenn ich als der Nette und Höfliche außen vor bin, zur Alternative mutierte durch das was jetzt deutscher HipHop ist, dann bitte richtig.“

Deutscher Rap hat wieder Hochkonjunktur durch Aggro Berlin und Konsorten. Hat dich dieser Trend überrascht?

„1999 haben wir diese Entwicklung schon voraus gesagt in den Interviews zum ersten Album [„Gefährliches Halbwissen“ noch mit DJ Rabauke als „Eins Zwo“], aber anders. Wir haben gesagt, dass Freestylen Schulhofsport wird und in allen guten und schlechten Gegenden Jugendliche anfangen zu rappen. Es wird weiterhin Reihenhaus und Plattenbau-Rap geben. Von den Blumentöpfen will ich keinen Ghetto-HipHop hören und von Straßenkindern keinen Abiturienten-HipHop.

Nur habe ich gedacht, dass bestimme Vorgaben im Skillsbereich nicht umkehrbar sind, wenn man einen Plattenvertrag haben möchte. Ich dachte, dass Leute wie Sammy Deluxe und andere die technische Messlatte so hoch gehängt hätten, dass sich keiner mehr traut darunter raus zu kommen. ‚Ok, 2000 battlet uns jede Göre in Grund und Boden’ – doch das kam nicht. Ich warte bis heute auf den Typen der dass was er sagen möchte in Hauptsätzen sagt, aber mit einem Flow und in Reimen die keiner von uns auf dem Zettel. Aber ich kenne ihn nicht. Ich würde es mir für den deutschen HipHop wünschen, aber entweder ich habe ihn überhört oder es gibt ihn einfach nicht.“

Bushido hat gesagt, er hält seine Sprache bewusst einfach und benutzt vorzugsweise zweisilbige Wörter, um es möglichst direkt auf den Punkt zu bringen. Also das Gegenteil von dem was du gesagt hast.

„Nene, ich glaube schon, dass er es auf seinen Skill bezogen hat nicht mehr einsilbige Reime zu benutzen. (grinst) Damit haben sich Fettes Brot 1995 beschäftigt. Es ist immer lustig wenn du Reime hörst, die dich an Blumentopf und Fettes Brot von vor 10 Jahren erinnern und denkst: ‚Cool, jetzt kommt ihr drauf’. Man kann es ihnen auch schlecht vorwerfen, da sie die Platten nicht kenne.“

Dennoch zeigt es eine gewisse Grundstimmung dieser Leute und ihrer Hörerschaft.

„Absolut. Früher habe ich gesagt, jemand wie Bo hat deshalb Erfolg weil es potenzielle große Brüder sind, die sich ein 15-jähriger wünscht. Jetzt sind es Bushido und Konsorten. Ich versehe vollkommen dass dafür ein Markt vorhanden ist. Es ändert aber nichts daran, dass es mich als HipHop-Fan nicht glücklich macht.

Es gibt ja auch nicht nur Berlin in der HipHop Landschaft. Wieso meinst du sind sie im ganzen Land so erfolgreich? Das sind nicht nur die Medien die das getragen habe. Die Firma Aggro hat etwas erreicht was in der Werbebranche das höchste Ziel ist. Taschentücher heißen Tempo. Straßenrap heißt Aggro. Suppenwürze heißt Maggi.

Es stört mich auch nicht, dass sie in den Medien Aufmerksamkeit finden. Es stört mich, dass es über eine uralte Provokationsschiene läuft. Trotzdem ist HipHop wieder einmal Gesellschaftsspiegel und der beschreibt was da ist. Wenn alles gut ist, haben wir einen schönen Gesellschaftsspiegel. Doch leider ist es wie es ist.

Der HipHop-Baum hat viele Äste, doch so langsam fehlt das Gleichgewicht und es geht an die Wurzel.“

Viel mehr Leute hören mittlerweile HipHop von denen man es nicht erwarten würde. Wo glaubst du kommen deine Hörer her?

„Na klar, auch 50 Cent verkauft keine 3 Millionen Platten an Homies. Bei mir kommen natürlich nur kommende oder schon gewesene Zivis. (lacht) Aber ehrlich gesagt habe ich da keinen Überblick drüber. Im Internet sehe ich nur die Leute die sich auf meiner Homepage rum treiben. Meist sind dies Fans, die mich sowieso schon gut finden. Wenn ich in Foren vorbei surfe heißt es manchmal: ‚Eigentlich kannste mich ja mit dieser Studentenscheiße jagen, aber Dende ist geil!’ Fühle ich mich dann besser? Weiß ich nicht.

Unterm Strich bin ich HipHopper und irgendwie wünsche ich mir Hörer in meinem Alter, da ich glaube dass diese mich am besten verstehen. Früher war der klassische (macht Gänsefüßchen) „Spex-Leser“ eine Begleiterscheinung als Fan. Heute ist es sehr viel mehr, da es jemanden darstellt, der an Musik interessiert ist. Er kauft sich eine Fachlektüre und in ist Deutschland zuhause. Wenn derjenige nicht die totale Panik vor deutschem HipHop hat, sollte er auch über eine Dendemann Platte stolpern und daran hängen bleiben.

Ich konzentriere mich darauf die besten deutschen Texte zu schreiben unterlegt von meiner Lieblingsmusik. Das Album stellt meinen Geschmack von HipHop da. Jeder kann sich anhören wie ich HipHop 2006 hören möchte.“

Wie kommt das bisher im Land an?

„Die Resonanz ist super, die Verkaufszahlen sind behäbig. Ist aber überhaupt nicht tragisch. Eigentlich mache ich Platten nur um einen Grund zu haben auf Tour zu gehen, da bin ich am Besten.

Im Studio sind andere besser. Das Aufnehmen und vor allem sich doppeln – eklig. Sich den ganzen Tag mit seiner eigenen Stimme zu beschäftigen ist Schitzo genug, da brauche ich mich nicht noch doppeln. Ich mag es bei mir klanglich auch nicht. Bei anderen wiederum sehr gerne. Afrob doppelt sich hervorragend, das klingt immer richtig geil. (überlegt kurz) Ferris! Ferris ist der beste Doppler den es gibt! Bei den Aufnahmen zum ersten Eins-Zwo Album hat er sich so auf den Punkt gedoppelt, dass es eine Art Phasenauslöschung gab. Keine Ahnung wie das geht. Ich dachte deswegen doppelt man, damit das nicht passiert, sonst könnte man einfach die Spur kopieren.“

Was hörst du eigentlich zur Zeit so?

„Hauptsächlich die Beat-CDs die ich zugesteckt bekomme, da werde ich nicht so voll gesabbelt. Ansonsten höre ich Musik wie ich Fernsehen gucke, nämlich gar nicht. Ich schmeiße lieber noch mal die gleiche Sit-Com rein, weil ich weiß es ist gute Unterhaltung auch wenn ich es mitsprechen kann. Dann höre ich Jay-Z. Ich war schon mal neugieriger muss ich zugeben.“

Kannst dir vorstellen selbst noch etwas anderes ausprobieren. Einflüsse zu Mischen?

„Ich sag mal Mischen ist possible“

Autsch, für den musst du dich schämen.

„Okay, fünf Euro in die Wortspielkasse. Allerdings bin ich nicht so der Fusionsmensch. Da mache ich lieber eine straighte Gabbaplatte. Die muss dann auf Rotterdam Records rauskommen und mit dem Amiga 500 produziert sein.

Seit ich das Jan Delay Album gehört habe, denke ich, wenn ich etwas mehr auf „Die Pfütze des Eisbergs“ rum singe, hätte es zum Konzeptfunkplatte gereicht. Letztes Eins-Zwo Album war eher Jazz, die EP war soulig von der Sampleauswahl, jetzt Funk (holt Luft) ich denke das nächste wird eine Punkrockscheibe. Muss wohl.“

Dann schreitet er zu seinem Gefolge. Er muss noch den Sound checken, denn er bekommt an diesem Abend Besuch von dutzenden Anhängern, die lieber dem Dende statt dem Maskenmann zuhören wollen. Diese treuen Untertanen nicken dann kräftig mit dem Kopf und zeigen vor Freude auf den edlen Ritter. Dessen Schwert sind die Worte und wenn er nicht gestorben ist, dann rappt er vielleicht noch heute in deiner Stadt.

Sally*Sounds – Columbiahalle 23.09.06

The Cinematics, The Sounds, Samiam, The Subways, Billy Talent u.a.

Pressepass für die Popkomm am Nachmittag, Gästeliste für das Festival am Abend. So lässt es sich aushalten in der Hauptstadt. Jeden Abend ein bis fünf nette Live-Akts, von denen mir vor allem Alarma Man, Dendemann, Badly Drawn Boy und Joy Delalane mehr (erstere) oder weniger (letztere) gut in Erinnerung geblieben sind. Doch der Freitagabend sollte ein besonderer Knüller werden. Der Yessica hat nämlich neben dem ganzen Campus auch The Sounds, The Subways und Billy Talent aufs sally*sounds geladen. Nett von ihm.

Doch nicht nur in der Columbiahalle, sondern auch im Columbiaclub steppte an diesem Abend der sibirische Bär. Meinen Auftakt machten Disco Ensemble, die auf netten Glamrock oder ähnliches vermuten ließen. Keine Ahnung in welchen Diskos diese vier Jungs sich sonst rum treiben, doch den dreckigen Punkrock hätte ich nicht zwingend bei dem Namen erwartet. So heizen die Nordlichter – kamen extra aus Finnland – mit engen Hosen und zwei Linkshändern an Gitarre und Bass den Laden ordentlich ein, während in der Halle The Sounds auftreten. Momentchen mal, die wolltest du doch sehen. Also laufe ich über den abgesperrten Innenhof rüber in die Halle. Dort setzten die nächsten Nordlichter (The Sounds sind Schweden) zum Schlussakt an. Doch zum Glück verpasse ich nicht Frontfrau Maja Ivarsson Lufttritte. Die sind besonders nett, da die Dame einen Rock trägt. Die Musik war auch ausgezeichnet. Wundervolle Mischung aus Rock/Pop und Attitüde, garniert mit 80er Synthiesound. Im Club machen sich Boykillboy und in der Halle Samian auf die Menge zu rocken. Ich hingegen mach es mir in einem Liegestuhl gemütlich, den ich nach längerer Zeit ergattere. Doch zu früh gefreut, kurz nachdem ich meine Errungenschaft mit einem aufrichtigen Seufzer der Entspannung eingeweiht habe, meinte die Gruppe sich für The Subways in der stickigen Halle anzustellen. Dank dem engen Zeitplan, der wie ein Schweizer Uhrwerk funktionierte, erklangen um Punkt 22.15 die ersten Klänge von „Young For Eternity“, dem Track, nicht dem Album, bzw. beides. Das junge Trio haute so sehr auf die Kacke, dass dem armen Kerl vor mir der Zwicker von der Nase flog. Während auch ich rhythmisch hüpfend Richtung Bühne getragen werde, kommt mir die Eingebung, dass auch ich ein Nasefahrrad trage. Da schaue ich mir den Rest lieber von der Tribüne an. Die Subways sind echte Profis, trotz des jugendlichen Alters. Charlotte macht zur Freude der Menge Ansagen in Deutsch, Billy und Josh versuchen sich wieder beim Stagediving und die Sonnenstrophe in „R n’ R Queen“ wird wieder auf Deutsch gesungen. Und es funktioniert, die Energie auf der Bühne schwappt restlos auf die tanzende Menge über, dass selbst neue Titel wie „Carlifornia“ und „Boys and Girls“ (beide, so verspricht Billy, auf der neuen Platte) wie alte Hits abgefeiert werden.

Doch der wahre Grund für das vielzählige erscheinen von jungen Jungen und Mädchen ware ein recht populäres Punkquartett aus Kanada. Denn entgegen der Meinung eines halbwissenden Househörers ist Billy Talent tatsächliche eine Musikgruppe. Ob die quäkende Geangsstimme von Benjamin Kowalewicz oder die an Götz Alzmann erinnernde Frisur des Gitarristen Ian D’Sa nun jedermanns Sache ist, sei dahin gestellt. Doch dass Billy Talent eine Show abliefern bei der sich die Meute die Kleider vom Leib reißen ist bewiesen. Egal ob alte Hits wie „Try Honestly“ oder neue wie „Red Flag“ (Zugabe) oder „A Devil in a Midnight Mass“, es funktionierte. Es wurde bis zum letzten gefeiert. Kein Wunder, dass nach dem Konzert die Halle schnell leer war. Das Publikum brauchte Luft, frische Luft. So trotte ich dann auch nach draußen und kehre der Columbiahalle, sowie am nächsten Tag der Hauptstadt selbst, den Rücken. Schön war’s!

Share Button

{ 3 Kommentare… read them below or add one }

1 RockinBen September 27, 2006 um 19:51 Uhr

Feines Foto! Und dann noch ein Hitproduzent, den Du da im Arm hast! Bin neidisch (nicht unbedingt auf das Foto, aber der Rest muss ja mal echt spannend gewesen sein)!

2 Hififi September 27, 2006 um 19:57 Uhr

Bin auch schon gespannt auf die Enzelheiten. Ein Hoch auf unseren Begabtenstipendianten!

3 Sterereo September 27, 2006 um 23:22 Uhr

Ja, das Foto ist mein ganzer Stolz. Ist quasi im Vorbeilaufen passiert. Zufällig lief ich gerade mit jemand anderem vom Campus dort vorbei als die Podiumsdiskussion mit Lou Perlman vorbei war. „Ey, das ist doch der Typ von ‚Making the Band'“ Mach mal schnell n Foto mit mir. Und ZACK, da ist’s. 🙂

Previous post:

Next post: