Planningtorock – W

von Benjamin am 2. Juni 2011

in Musik!

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Hinter Planningtorock verbirgt sich die englische Künstlerin und Wahlberlinerin Janine Rostron. „W“ ist das zweite Album und entführt in verstörende (Synthie-)Klangwelten. Also eigentlich kein Plan zum Rocken sondern höchstkünstlerische Musik.

An „W“ (sprich: Double-You), ihrem zweiten Album als Planningtorock hat Rostron vier Jahre gebastelt. Sie hat nahezu alles selbst eingespielt und aufgenommen. Auch die künstlerische Gestaltung der Videos und des Albums hat sie gestaltet. Das ganze ist eine Inszenierung und ein Spiel mit Identitäten: Mann? Frau? Mensch? Alien? Kreatur? Der Diskurs dahinter erklärt auch die Musik: Rostron verändert und verzerrt beinahe bei jedem Song und überwindet so jegliche Geschlechtergrenzen. Die Musik ist psychedelisch und könnte zu dunklen Sciene Fiction Streifen passen. Eröffnet wird das Album von einem eintönigem Synthesizer mit gezupften Streichern und der Textzeile „I know my feelings“ – zu diesem mechanisch-monsterhaften Sound in „Doorway“ passt diese Textzeile gar nicht. Grenzen scheint es nicht zu geben und so klingt „W“ auch wie ein großes Experiment. Oder wie Kunst. Leider frage ich mich, wie der Hörer da rein passt. Das Gesamtkonzept ist Kunst, postmodern. Die Musik gerät in den Hintergrund, die Idee lässt die Kritiker jubeln. Nichts für ungut, nichts für mich.

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