Plan B – The Defamation of Strickland Banks

von Hififi am 30. Juli 2010

in Musik!

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Nun gut, die englischen Album-Charts waren den deutschen schon immer um Welten überlegen und so darf es nicht verwundern, wenn das zweite Album des Rappers/ Sängers nun immerhin auf Platz vier zu finden ist und trotzdem durchaus zu überzeugen weiß. Schließlich tummeln sich unsere Freunde von Mumford & Sons mittlerweile seit über vierzig Wochen in derselben Hitliste. Da muss also wohl was dran sein, nicht zwangsläufig, aber sehr wahrscheinlich.

Und tatsächlich „Love Goes Down“ eröffnet recht vielversprechend „The Defamation of Strickland Banks“, der Mär um den zu unrecht verurteilten Musiker. Ben Drew ließe sich gelegentlich mit einem in den hohen Lagen verweilenden Terence Trent D’Arby vergleichen, rappenderweise eher mit Jamie T oder Mike Skinner von The Streets. Aber genug der Vorschusslorbeeren. Denn „Writing’s On The Wall“ lässt in seiner Eröffnung bis hin zur Bridge Verwandtschaft zu Charles & Eddie und ihrem grausigem Popkitsch „Would I Lie To You“ zu. Da liegt die Crux, Soul (ob Northern, Motown oder weiß der Geier) und eben Kitsch sind miteinander verbunden, gehen eine nötige Zweckehe ein und die große Kunst liegt sicher darin, es nicht albern werden zu lassen, Plan B sozusagen. Macht er aber ansonsten gut, der Ben Drew. So lässt sich ansonsten nicht mehr groß schimpfen, denn „The Defamation of Strickland Banks“ ist ein gutes Soul-Album geworden, angesichts der wenigen Erscheinungen des Genres wahrscheinlich sogar ein großartiges.

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