Pizza – Teig

von Sterereo am 1. April 2010

in Neues

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Sie ist rund, glänzt im richtigen Licht und befeuchtet die Mundwinkel. Dann schnell die Luke auf und die Platte rein. Innerhalb von den nächsten rund 30 Minuten entfaltet sich dann der neue und absolut heiße Scheiß. Ganz egal ob klassischer Evergreen mit Salami oder Pilzen oder avantgardistischer Post-Punk mit Currywurst und Pommes, „Pizza“ geht immer – nur Hits auf der Scheibe!

Um jedoch das fragile Geschmackskonstrukt der robusten Kombo aus Italien eine solide Grundlage zu geben, braucht es einen ausgegorenen Ideegeber. Dieser kommt hier in Form des Star-Teigproduzenten (u.a.: Brötchen, Weizen) der Hefe daher. Den richtigen Nährboden für die anstehende Arbeit im Kochstudio liefert der bereits vorher auf Tour auf einen Einkaufszettel geschreiebenen klebrig-süßen und popsongartigen Kristallzucker mit etwa 50-60 Gramm. Während der Aufnahmen ströhmt dann durschnittlich temperiertes, fast lauwarmes Wasser dazu und funktioniert in dieser Zusammensetzung unerwartet gut. Nach ungefähr 10 Minuten untätigen daher plänkeln und stehen lassen, kommt beim Küchen-Mastermind wieder etwas Tempo auf. Diesmal sorgen jede Menge (500 Gramm) Mehl für die etwas angestaubte Grundstimmung, damit vereint sich aber plätzlich das verletzliche Milcherzeugnisse der Butter (70 Gramm) und eine Prise von herben Rasselklängen aus dem Salzstreuer. Über weitere 20 Minuten erstreckt sich dann das Erlebnis, das bei gefühlten 40° im Ofen langsam anschwillt und auf epischer Höhe das Küchentuch bis zum Anschlag wölbt. Bereits nach dem ersten Durchgang kann das Gemisch sich voll entfalten. Erst anschließend merkt man, das noch eine Tomatensauce dazu kommt und darüber Streicher von Käse gelegt werden. Heftiger folgen dann schon die weiteren Einflüsse. Wer’s scharf mag, kann sie mit Red Hot Chilli Peppers garnieren, oder wer etwas ausprobieren will nimmt The Cranbarries als Referenz. Egal wie, die Pizza kann ich jedem ans Herz legen, der auf selbstgemachtes Fork-/Fingeressen steht.

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1 Cut1977 April 1, 2010 um 17:49 Uhr
2 Pynchon April 2, 2010 um 11:38 Uhr

Es wurde aber auch mal langsam Zeit! Pizza ist nun schon so lange im Business und hat so viele Fans, aber zu einer Rezi hat es aus mir unerfindlichen Gründen bislang auf hififi nie gerreicht…
Keine Frage, ich werd mir den heißen Scheiß bald wieder besorgen – und das beste, man kann sich die leckere Scheibe auch selbst produzieren! Vorausgesetzt, man hat den gekonnten Finger-Riff für den Teig, und die Drumstick-Beat-Knet-Power…

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