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  The Gutter Twins - Saturnalia
The Gutter Twins - Saturnalia
26.02.2008 von RockinBen

Hinter dieser Band stecken Mark Lanegan und Greg Dulli, die in den letzten fast 20 Jahren (Alternative-) Rockgeschichte geschrieben haben. Zusammengearbeitet haben die beiden in den letzten Jahren häufig, nun also ein komplettes gemeinsames Album. Was erwartet man von diesem beiden? Klar: hypnotischen Rock mit Einflüssen verschiedener Musikstilen.

Die Plattenfirma nennt als Referenzen John Lennon, Beach Boys, Pink Floyd, Bohren und der Club of Gore, Mogwai und Sigur Ros. Im Prinzip ist das Quatsch. Mark Lanegan hat in den letzten Jahren bei diversen Alben mitgemacht und es ist seine Stimme, die Referenz genug darstellen sollte. Und das ist auch hier das herausragende: Lanegan ist mal der singende Dämon, mal der Erzähler, mal der Rocksänger, mal nur Teil eines Chores und alles daneben gerät zur Nebensache. Auch, dass Dulli gelegentlich singt. Musikalisch ist das natürlich sehr abwechslungsreich: da treffen arabische Exotik auf Hardrock-Riffs ("Idle Hands“), hier gibt’s minimalistische Elektronik mit Blues und Gitarrengeschrammel ("Who will lead us“), da drüben eine große Portion Alternative Rock, Vogelgezwitscher auf eine gezupfte Gitarre, eine Orgel, verzerrte Gitarren und Streicher ("Front Street“). Es entfalten sich mehrere Schichten und die Musik baut sich zu der Atmosphäre auf, in der Lanegans Organ sich völlig entfalten kann. Nacht, Nebel, ein düsterer Club – das sind wohl die ersten Assoziationen bei dieser Musik. Ein gutes Album.

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