Phoenix – Wolfgang Amadeus Phoenix

von am 24. Mai 2009

in Musik!

Post image for Phoenix – Wolfgang Amadeus Phoenix

„Das Notwendigste und das Härteste und die Hauptsache in der Musik ist das Tempo“, schrieb der jugendliche Mozart mal in einem Brief an seinen Vater. 232 Jahre später ist es eine Aussage, die aktueller nicht sein könnte. Wer in dieser Zeit einen Song schreibt, zu dem man nicht „dufte abhüpfen“ kann, der braucht sich auch nicht wundern, wenn keiner über ihn redet (außer er nennt sich Milow und entdeckt das Singer-Songwriter Genre ganz neu für sich und für MTV gleich mit). Das Album „Wolfgang Amadeus Phoenix“ hat dieses Zitat jedenfalls ganz gut verarbeitet und so wird mindestens einer der beiden ersten Songs („Lisztomania“ und „1901“) regelmäßig in der Disko des Vertrauens aufgelegt. Einen wesentlichen Teil hat dazu sicher Produzent Philippe Zdar beigetragen, dessen Arbeit man von Cassius kennt. So lastet neben ein wenig Disco und etwas Wave vor allem Dance auf den Songs und zwar nicht nur in Form des Imperatives. Diese Band hat die Zeichen der Zeit erkannt und verphoenixt. Es gibt wieder die typischen, schüchternen Gitarren, die sich dann doch trauen und die Songs mit kleinen virtuosen Highlights versehen. Die typischen Synthies, die den Songs diese saftige Fülle verleihen. Zusammen ergibt das eine Menge ohrwurmender Melodien. Das zweiteilige „Love Like A Sunset“ ist ein kleines Special, da es aus der Reihe der tanzbaren Songs tanzt. Man wird an New Orders „Movement“ Platte erinnert. Ein sich langsam steigerndes Synth-Gebilde, welches allerdings eher in einem musikalischen Sunrise, als einem Sunset endet. Dann kann man wieder weiter wackeln. Die Songs klingen allerdings recht abgeklärt und poliert, als experimentell. Klar, Phoenix sind angekommen. Sie wissen wie man gute Songs komponiert und darum ist der Album Name auch gerechtfertigt.

Share Button

{ 0 Kommentare… add one now }

Previous post:

Next post: