Philip Selway – Familial

von Benjamin am 15. September 2010

in Musik!

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Wenn ein Schlagzeuger ein Singer-/Songwriter-Album aufnehmen möchte, dann sorgt das in etwa für soviel Erstaunen wie ein Fußballtorwart, der den Mittelfeldregisseur gibt. Beim FC Radiohead ist aber selbst das Soloalbum des Drummers Philip Selway mehr als eine Randnotiz zur allgemeinen Belustigung.

Allein das Cover zeigt das Gespür für Ästhetik und ernsthafter Kunst, welches ein Mitglied der britischen Musikavantgardisten einfach haben muss. Musikalisch ist das aber eigentlich schnell erzählt: gute Singer-/Songwritermusik. Ruhig, zurückhaltend, klar. In jeder einzelnen Sekunde des 10-Track-Albums merkt man, dass hier ein Profi am Werk ist. Was man absolut nicht merkt, ist, dass es das erste Soloalbum und damit der erste Ausflug an Gitarre und Mikrofon von Philip Selway ist. Unterstützt wird er dabei im Übrigen von Lisa Germano, Sebastian Steinberg (Soul Coughing), Glen Kotche (Wilco) und Patrick Sansone. Einzelne Songs muss man nicht nennen: Alle sind stark und stimmen uns auf den nahenden Herbst ein ohne zu vergessen, dass danach irgendwann ein Frühling kommt. Irgendwie ein typisches Singer-/Songwriteralbum voller akustischer Popperlen. Dabei aber so angenehm unaufgeregt und unaufdringlich, dass es sich sehr angenehm in den Gehörgängen seinen Platz sucht. Alles richtig gemacht, Philip Selway!

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