Peasant – Shady Retreat

von Hififi am 23. April 2010

in Musik!

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Es ist wirklich nicht einfach über ein Stück Musik zu schreiben, wenn doch eigentlich so wenig passiert, die verschiedenen Lieder so spärlich instrumentiert sind, dass es darüber nicht viel zu erzählen gibt. Wenn dabei so ein wahnwitzig gutes Album wie „Shady Retreat“ herauskommt, lässt sich nur noch folgende These aufstellen: Musik ist erst dann besonders wertvoll, wenn sie auch „stripped to the bone“ funktioniert. Gut, es ist nicht eben neu und mit Will Oldham oder Bill Callahan sind bereits zwei Meister bereits eine beträchtliche Weile dabei. Bei Damien De Rose klingt Liedermacher-Musik allerdings sehr viel beschwingter, leichtfüßiger, sein drittes Album nach 60ies Pop und Folk gleichzeitig, wie es vielleicht am ehesten Elliott Smith vorexerziert hat. Allen genannten Songwritern ist eins gemein: sie stamm(t)en alle aus den USA, Heimat der schlimmsten Musiksünden aller Zeiten und derer, die einfach nur geniale Songs schreiben wollen, die sowohl voll orchestriert, als auch nur mit der akustischen Gitarre funktionieren. Peasant ist einer von ihnen.

„Shady Retreat“ ist keine halbe Stunde lang und nur einer der zehn Songs knackt die Vier Minuten-Grenze. Einfach nur zehn Songs bar jeden Schnickschnacks und sofort auf den Punkt gespielt. Toll! Dadurch entstehen eben einfach keine Längen, alles bleibt spannend, sodass es möglich ist das Album mehrmals hintereinander zu hören ohne dass es langweilig wird. Eher im Gegenteil, es gewinnt mit jedem Durchlauf. Ganz und gar zeitlos im klassischen Sinn und ganz nah dran an der Klasse eines Elliott Smith. Einfach nur toll!

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