Peaches – I Feel Cream

von Hififi am 5. Mai 2009

in Musik!

Post image for Peaches – I Feel Cream

Peaches – nun doch langsam über 40 Lenze – wird langsam aber sicher zur Madonna des Elektro-Punks. Aber auch Madonna ist nun seit einigen Jahren längst nicht mehr über jeden Zweifel erhaben und ist dazu übergangen, sich ihre Alben von angesagten Starproduzenten schneidern zu lassen. Was sich manchmal so anhört, wie ihre grellbunten Badeanzüge, die sie in ihren Videos so gerne trägt, aussehen: Merkwürdig. Wenn jetzt Peaches, die in den letzten Jahren nicht wirklich vielversprechende Veröffentlichungen vorzuweisen hatte, auf einmal auf die Mithilfe angesagter DJs und Tanztruppen setzt, dann ist eine gewisse Skepsis sicher nicht unangebracht.

Merrill Beth Nisker hat ein sicheres Händchen, besonders was die Covergestaltung angeht, bad taste deluxe sozusagen. Mittlerweile sieht sie sich also als Elvis in einem Achtziger Jahre Hardrock meets Madonna im Badeanzug-Outfit. Der „Peaches“-Schriftzug wurde auch noch einmal modifiziert und könnte in der Form auch auf einer Poison-Platte positioniert sein. Nicht nur grafisch hält also die Trend-Dekade Einzug ins Schaffen der Kanadierin, denn an zweiter Stelle erklingt mit „Talk To Me“ ein Song, als ob Donna Summer im Disco-Kontext „Standing In The Way Of Control“ von Gossip covern würde. Da könnte tatsächlich ein amtlicher Indie-Tanzflächenfüller von werden, denn das können Soulwax ganz gut und die haben diesen Track produziert. Allerdings so weit zu gehen, zu behaupten die fremdproduzierten Songs seien die besseren, würde nicht zutreffen. Allein der Opener „Serpentine (I Don’t Give A… Pt.2)“ beweist gegenteiliges, wenn auch nicht sehr melodiös peitscht ein forscher Beat den Song voran. Und was braucht es anderes als Einführung? An vierter Stelle („More“) wird dem Hörer ein weiteres Eigengewächs serviert, der auch den Anfangstagen unserer Peaches gerecht wird und richtig schön Lärm macht. In Folge gibt es sicherlich mehr oder minder großartige Songs zu vermelden, an denen neben schon erwähnten Soulwax noch Simian Mobile Disco, Digitalism und Drums Of Death ihren Anteil haben. Jedenfalls ist „I Feel Cream“ eines der besseren Alben in der Karriere unserer Gender-Beauftragten geworden.

Share Button

{ 1 Kommentar… read it below or add one }

1 Pynchon Mai 5, 2009 um 15:58 Uhr

Hauptsache, sie hat sich endlich mal rasiert (im Gesicht)!

Previous post:

Next post: