Passion Pit – Lido Berlin, 16.11.09

von KidA am 19. November 2009

in Feierlichkeiten

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Überraschenderweise kann man am 16.11 um 21.50 noch bequem im Lido stehen und selbst um 22.00 Uhr gibt es noch Tickets an der Abendkasse. Nun gut, an diesem Montag Abend muss man sich zwischen Passion Pit, Do Make Say Think und Morrissey entscheiden. Wer sich für Passion Pit entschieden hat, kann das unmöglich bereut haben.

Berlin war der letzte Stop der nicht enden wollenden Tour, durch die Passion PIt gescheucht wurden. Dabei waren sie an diesem Abend so unverbraucht und euphorisch, als wäre es der erste Gig. Schon mit dem Opening-Titel „Eyes Like Candles“ waren sie voll dabei, wobei die Menge noch 2-3 Lieder brauchte um warm zu werden – was kurios war; live waren die Songs intensiver als die Aufnahmen, der Beat treibender, Mikes Stimme lebhafter. Aprospros Mikes Stimme: böse Menschen haben behauptet man käme bei Live-Shows von Passion Pit für die restliche Band und nicht weil man die Stimme des Frontsängers hören möchte, die (zugegebenermassen von YouTube-Videos belegt) sehr schwach ist. Aber nicht in Berlin; Mike brillierte nicht nur am Mikrophon und als Performer, sondern auch an Percussions und Keyboard – und man muss natürlich auch sagen, dass er der Mastermind hinter den gesamten Songs ist. Spätestens bei „Sleepyhead“ hielt es dann nun keinen mehr und nachdem Passion Pit nach zwei Zugaben („Moth’s Wings“ – bei weitem grandioser als auf Platte! und „The Reeling“) die Bühne verließen, die normale Saalbeleuchtung anging und Clubmusik ertönte, klang diese plötzlich depremierend wie „Exit Music“. Was einem danach auf jeden Fall bleibt: klingelnde Ohren – denn erst nach der Ekstase fällt auf, dass das Keyboard irgendwie ganz schön schrill war.

Noch in dieser Nacht mussten Passion Pit zum Flughafen, um zurück nach Amerika und bei den kommenden Woodie Awards ( von mtvU(niversity)) zu performen – eine kleine Weihnachtspause und dann geht es weiter nach Australien, Asien und nochmal Großbritannien. Bei soviel getoure darf man demnächst, wie hoffnungslos verzweifelt auch am Montag Abend wohl auf keine neuen Songs der Band hoffen. Doch wenn man „Manners“ und „Chunk of Change“ live gehört hat, hat man genug Endorphine angestaut um noch ein paar Jährchen zu warten.

Foto: myspace.com/passionpitjams

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