pandoras.box – Monomeet

von alex am 1. Februar 2011

in Musik!

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Die Büchse der Pandora ist ein der griechischen Mythologie entstammender Gegenstand, der Unheil über die Menschheit brachte. Vor dem Öffnen jener Büchse lebte die Menschheit im Paradies, unsterblich wie die Götter. Doch Neugierde ließ sie jene Box öffnen, allein Hoffnung war was uns Menschen danach blieb.

Diese Hoffnung ist es, die auch durch „Monomeet“ leitet. Martin Steers Stimme gleicht einem Licht zwischen Wänden aus Drumbeat, Elektronik und Space-Gitarren. Dass Steer ebenfalls bei den Elektropunkern Frittenbude die Gitarre bedient, scheint beim ersten Hören des Albums unglaubwürdig. Doch kommen beide Bands aus dem 6.400-Seelen-Ort Geisenhausen in der bayrischen Provinz.

Nachdem das Quintett 2009 das frei herunterladbare Debüt „Barriers“ veröffentlichte und damit für Aufsehen sorgte (Link: http://www.archive.org/details/ca270_pb) nahm sie das Berliner Label Nois-o-lution unter Vertrag. Aufgenommen wurde in einem Luftschutzbunker und es beschleicht einen so auch eine klaustrophobisches Gefühl beim Hören des Albums.

Wer Vergleiche sucht, dem sollen an dieser Stelle Radiohead, Polarkreis 18 oder die „Nachbarn“ von The Notwist genannt werden. Möchte man hingegen Schubladen bemühen, so wären Begriffe wie Shoegaze oder Spacerock passend. Letztendlich ist das Zweitlingswerk der 2004 gegründeten Band pandoras.box aber einfach gelungene Pop-Musik, die ein ums andere Mal mit der Kunst liebäugelt. So ist da neben Streichern, Piano und Samples das Xylophon in „A Nervous Smile“, der treibende Schlagzeug-Beat in „Nothing But The Wind“ oder aber mit „1910“ eine tiefe Verneigung vor der Neuen Musik Stockhausens. Nur um dann beim folgenden Stück „Severn Suzuki“ einen mit Stimmschnipseln entfremdeten geradlinigen Rocksong abzuliefern. Allgemein haben die fünf Musiker einen Hang dazu Notwistsche Klangwände aufzutürmen, schaffen es aber, die Songs nie mit Effekthascherei zu überladen.

Seien wir gespannt, was uns das Öffnen der Büchse noch bringen mag; was hier geboten wird klingt sehr viel versprechend. pandoras.box sind eine junge Band, die zu keiner Minute von „Monomeet“ unerfahren klingt. Mehr davon!

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