Pale – Interview

von alex am 28. Juni 2009

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Das Ende einer Band-Karriere könnte friedlicher wohl nicht ablaufen. Schon lange vorher angekündigt, machten sich die Aachener von Pale diesen Frühling nach 15 Jahren auf ihre Abschiedtournee und befeuchteten damit viele Taschentücher der Fans. Wir trafen Gitarrist Christian Dang auf dem Immergut-Festival zu einem Interview direkt vorm endgültig letzten Auftritt.

Pale, das erste „Immergut“, und ihr dabei. Nun, 10 Jahre später steht ihr wieder hier auf der Bühne, es ist eurer letztes Konzert. Wie kam es dazu?

Einen konkreten Anlass gab es so nicht. Wir haben einfach festgestellt, dass die Geschichte Pale zu Ende erzählt ist. Und wir sie so, wie sie jetzt ist, schön in die Vitrine stellen werden.

Wir wollten eine Abschiedstour machen, da kam die Anfrage vom Immergut wegen des 10 Jährigen Jubiläums. Das haben wir als Anlass genommen, jene Abschiedstour in Angriff zu nehmen.

Ihr habt nun schon einige Male hier auf dem „Immergut“-Festival gespielt. Was schätzt ihr vor allen Dingen daran?

So willkommen zu sein. Das war von Anfang an so, und das ist immer so geblieben. Es war immer viel mehr als nur ein unterschriebener Vertrag, auftreten und dann volllaufen lassen. Immer hat man sich auf die Leute hier gefreut. Die wirklich eine großartige Arbeit leisten.

Vor kurzem gab es eine Verlosung von Tickets für ein Konzert von euch in Köln. Um zu gewinnen sollten eure Fans Geschichten schreiben.

Ja, genau. Der Großteil ging um Geschichten von Leuten die sich auf unseren Shows kennen gelernt hatten. Sachen wie: versehentlich mit Bier überschüttet, dann ihr T-Shirt bekommen. Bei der Rückgabe sind die beiden ein Paar geworden und dann auch gemeinsam auf Pale-Shows gegangen.

Ihr spielt jetzt schon sehr lange zusammen, insgesamt 15 Jahre. Welche Dinge haben euch bewegt während eurer musikalischen Laufbahn?

Für andere Menschen etwas zu bedeuten, das war immer ein großes Kompliment. „Wir sind ja quasi mit euch musikalisch groß geworden, erzogen worden“, las ich des Öfteren auf unserer MySpace-Seite. Das ist was Schönes. Kennt man ja von sich selber. Manche Bands begleitet man, schaut was sie so im Laufe der Jahre machen, hört ihre Platten. Das es Leute gibt, die das bei uns auch gemacht haben.

Ihr bringt eine B-Seiten-Sammlung heraus, ist das korrekt?

Ja, das ist richtig. Wir geben in dieser Woche Internet-Codes zusammen mit den Merchandise-Artikeln raus. Im Netz kann dann eine solche Sammlung herunterladen. Da sind B-Seiten, unveröffentlichte Sachen und Remixes veröffentlichter Sachen drauf.

(Anm.: Jene Sammlung lässt sich nun hier laden, auch ohne Zugangscode: http://www.paleband.de/index.php )

Fünfzehn Jahre zusammen Musik machen. Driftet man da nicht auseinander bezüglich Ideen oder Interessen?

Bei uns war das nie der Fall. Klar, wir sind alle älter geworden, hatten auch Dinge neben der Band. Aber wir waren immer sehr nah beieinander, auch außerhalb der Band. Wir werden kaum auseinanderdriften. Auch jetzt nicht, wo es Pale nicht mehr geben wird.

Und heute Abend der letzte Auftritt. Wie fühlt ihr euch da?

In erster Line möchte man einen guten Auftritt hinlegen, weil es der Aller-aller-letzte ist. Was man natürlich immer machen möchte, in dieser Woche aber besonders. „Höchste Konzentration“, „ganz fokussiert auf das letzte Spiel“ und so. Hört sich jetzt an wie in der Champions League. Man möchte halt möglichst gut spielen, damit die Leute und man selber eine gute Zeit hat. Beim letzten Song wurde es immer sehr emotional. Heute wird das aber sicher noch eine ganz spezielle Sache.

Lassen wir das doch so stehen. Ein schönes Konzert wünsche ich euch.

Vielen Dank!

Zum Immergut 2009 Bericht

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