One For The Team – Build It Up

von Hififi am 7. Juni 2009

in Musik!

Post image for One For The Team – Build It Up

Guten Gitarren-Pop aufzunehmen ist eine Kunst. Eine Kunst die gerade Weezer jahrelang bis ins kleinste Detail beherrscht haben und somit den FC Bayern dieser Liga darstellten. Da sie diese Kunst mit den Jahren verlernt zu haben scheinen, braucht die Liga frisches Blut. One For The Team treten mit „Build It Up“ den Durchmarsch ins Oberhaus an und es ist ihnen sogar die Meisterschaft zuzutrauen, so wie einst der FCK: Aufstieg, Meisterschaft.

Guter Gitarren-Pop bedeutet die schmale Gratwanderung Songs zu schreiben, die zwar super eingängig sind, aber nicht ins Bubblegum-Lager abdriften. Man vergleiche einmal Weezers „Buddy Holy“ mit „Beverly Hills“ von 2005, dort tritt dieses Problem offenkundig zu Tage. Jetzt sind One For The Team allerdings keine degenerierten Rockstars, sondern kommen frisch und unverbraucht aus Minneapolis um ihr zweites Album zu präsentieren, zwölf Songs, die so verdammt catchy sind, dass man sie so schnell nicht wieder los wird. Eigentlich müsste es dagegen ein Mittel geben, denn wer will schon tagelang Ohrwürmer durch die Gegend schleppen. So ein Song wie „Questions And Panthers“ beweist in drei Minuten drei den perfekten Drang zum Hit. Eine Gitarrenmelodie, die nicht nur entfernt an die ersten beiden Alben der Strokes erinnert, eröffnet den Reigen, um mit dem omnipräsenten Wechselgesang von Ian Anderson und Grace Fiddler zu verschmelzen. Die beiden gemeinsam ergeben dann – seltsam genug – Brandan B. Brown von Wheatus, deren College-Rock durchaus auch ein Einfluss für die Band gewesen sein dürfte. Nun gibt es aber noch eine Prise Weakerthans zu vermelden und der Gitarrensound, der durchaus mehr Punkappeal aufweist, als College Rock zu sein, erinnert mich an das selbstbetitelte Debüt von Placebo.

Jetzt könnte ich wieder mit Sommermusik und Gute Laune daherkommen, was allerdings wirklich stimmt, ist die Tatsache, dass man schlechte Laune mit diesem Album ganz schnell vertreiben kann. Und es gibt kaum bessere Musik um sich in Stimmung für einen Samstagabend-Tanzhallen-Ausflug zu bringen. Damit steht von meiner Seite dem Durchmarsch an die Spitze der Liga nichts mehr im Wege, jetzt bleibt nur noch zu hoffen, dass sie dementsprechend die Tribünen füllen.

Share Button

{ 0 Kommentare… add one now }

Previous post:

Next post: