Olli Schulz – Es brennt so schön

von Sterereo am 26. März 2009

in Musik!

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Der Hund Marie ist Olli Schulz nach Tomte entlaufen. Boxt er sich eben alleine durch. Zwar nicht auf dem Cover-Art (vergleichen wir die Kinnpartie mit dem auf der Homepage abgelichtetem Profil), doch dafür fackelt der Olli nicht lange auf „Es brennt so schön“ und liefert (fast) durchgehend feinen, deutschen Liedermacher-Pop mit Bandanstrich.

Der Hund Marie ist vom film-fiktiven Hansenband-Drummer zum echten Tomte-Schlagzeuger aufgestiegen. So zerfließen die Grenzen zwischen Film, Fernsehen und hinteren Bühnenrand. Oder ist es Zufall, dass der neue Schillerstraßenbewohner Jürgen Vogel ein Kettcar-Poster in der halbierten Fernseh-Wohnung hängen hat? Ich schweife ab, hier geht’s um Olli Schulz, ohne den Hund Marie, erstmals Solo, sozusagen, aber sicher nicht allein. Neben vollem Bandgewand spenden Nena-Keyboarder Arne Augustin und Lee Buddah am Banjo dezente, musikalische Klangtupfer für das blaustichige Album mit dem feuerroten Namen „Es brennt so schön“. Zwar musste sich Olli Schulz auf seinem musikalischen Werdegang als Türsteher durchboxen, doch seine Flamme für die Musik ist nie erloschen. Leichtfüßige Melodien zu tief schürfender Melancholie mit feinem ironischem Unterton, so wollen wir unseren Olli: „Man ist so lange einsam, bis man lernt alleine zu sein.“ Dazu kommt manch ein mitreißender Refrain, „All You Can Eat“, der dem Entertainer Schulz wie ein zweiter Anzug passt. Dagegen klingt Bundesvision-Single „Mach den Bibo“ nach Klamauk im Karnevalskostüm. Olli macht den unreflektierten Komiker, dass man unweigerlich denkt: „Wadde hadde du de da-bei gedacht?“

Sicherlich weniger, als beim Rest des offiziell ersten Soloalbums von Olli Schulz ohne den Hund Marie. Von einem großartigen Debüt zu sprechen, ist natürlich Blödsinn für einen so gestandenen Liedermacher, sagen wir lieber, unser Olli Schulz macht hier alles richtig, wenn er nicht gerade den „Bibo“ macht.

Selbst überzeugen im Albumplayer

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