Oasis – Philipshalle Düsseldorf, 1.11.05

von Hififi am 10. November 2005

in Feierlichkeiten

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Großer Tag: Oasis-Tag! Voller Vorfreude geht es zur Philipshalle, um erstmal 40 Minuten in der Schlange zu stehen. An die 7.000 Konzertbesucher zwängen sich durch zwei geöffnete Eingänge. So wird man Zeuge einer lustigen Konversation. Mann mit Kind fragt Mann von der Sekuritate: „Darf der mit rein? Der ist sechs und hat seine eigene Karte!“ „Auf eigene Verantwortung!“ „Ja, ja klar.“ Im Hintergrund hört man das Kind lauthals jubeln.

Oasis-Fans gibt es in mehreren Generationen, dass sieht man ganz deutlich. Von sechs bis sechzig schätzungsweise, und man weiss nicht genau, was davon zu halten ist. „Wir sind doch hier nicht auf einem U2-Konzert“, denkt man da schon mal. Oasis ist doch ne Arschloch-Band für Arschloch-Fans?! Zum Glück waren davon auch ein paar da, und schmeissen Bierbecher auf die Bühne. Das kränkt Liam in seinem gottgleichen Selbstverständnis und so beleidigt er erstmal das Publikum, während Noel singt. Die anderen Mätzchen gibt es natürlich auch noch; Schellenkranz auf den Kopf (Heiligenschein!) und stupides Geglotze ins Publikum. Ja, ja, der Liam ist der Mann der ganz großen Gesten und ordentlich bekloppt. Aber Bock auf Singen hat er heute, so dass Immergrüns wie „Wonderwall“, „Live Forever“ und „Champaign Supernova“ in ihrer ganzen Hymnenhaftigkeit zum tragen kommen. Noel singt zwischendurch seinen Kram und bei „Don´t Look Back In Anger“ singen alle Anwesenden mit. Die Stimmung ist auf ihrem Höhepunkt und irgendwie muss man die ganze Zeit vor sich hingrinsen. Als letzten Song gibt es „My Generation“ von The Who, was wirklich gut kommt, dann gibt´s Krach und dann geht das Licht an, und dann geht man vor sich hingrinsend nach Hause.

In dieser Form dürfen die Gallaghers gerne wiederkommen.

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