Nylonsaiten & Saitenstrümpfe – Somewhere In Between

von Hififi am 30. Juli 2010

in Musik!

Post image for Nylonsaiten & Saitenstrümpfe – Somewhere In Between

Mit „Somewhere In Between“ tritt Singer/ Songwriter mal ganz anders auf, als wir es seit einigen Jahren gewohnt sind. Für den männlichen Part sorgen vollbebartete Waldschrate in Baumfällerkluft, die den Sechziger-Folk, mal mehr, mal weniger reduziert vortragen. Bei den Damen sind eher elfengleiche Stimmen zu hören, die sich selbst am Klavier begleiten und vom absoluten Wohlklang manchmal nur Nuancen entfernt sind.

Nadine Maria Schmidt mit ihren Nylonsaiten & Saitenstrümpfen sorgt für (eine) Alternative, sowie Singer/ Songwriter mal in den Neunzigern geklungen haben mag, die Alternative-Neunziger der Counting Crows und der 4 Non Blondes, denn an Linda Perry’s Gesang erinnert der von Nadine Maria Schmidt gelegentlich. Als Vorbilder schickt sie z.B. Beth Gibbons ins Rennen, die ich auf diesem Album so gar nicht entdecken kann, soll alles zwar gekonnt emotional sein, aber erreicht doch nicht die Abgründe, die Beth Gibbons aufgerissen hat, ob nun allein oder mit Portishead. Der noch angeführte Damien Rice lässt sich in den zwölf Songs ebenso wenig verorten, was gut ist, denn diesen, seinen Pathos vermisse ich in keinster Weise auf „Somewhere In Between“. Denn obwohl die Songs manchmal etwas ungestüm und überkandidelt gefühlvoll sein wollen, sind sie es eben auch, (zumindest meistens) ohne übertrieben zu wirken. Dabei lässt sich zu jeder Sekunde jede Gefühlsregung der Sängerin absolut nachvollziehen. Die Texte lassen sich übrigens im liebevoll selbstgefertigtem Booklet nachlesen, denn verstehen lassen sie sich eigentlich kaum, so musste ich mir schon Mühe geben, um überhaupt herauszuhören, dass es sich zumeist um Englisch handelt.

Share Button

{ 0 Kommentare… add one now }

Previous post:

Next post: