N!rgendwo – Bleib bei mir

von Hififi am 8. November 2008

in Musik!

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Wenn ich mir so das Cover-Artwork von „Bleib bei mir“ anschaue, dann fällt mir zuallererst das umgedrehte Ausrufezeichen im Band-Schriftzug auf. Daneben zucken an einem Gewitter-Himmel Blitze, die ganz gut zum Tokio Hotel „Monsun“-Video gepasst hätten. Darunter finden sich die drei Bandmitglieder Des Copeland, Chad Bossé und Torge Nentwich, einer im Holzfäller-/ Grunge-Outfit, die anderen sehen aus, als ob sie in Linkin Park eine ernsthafte Inspiration ausfindig gemacht hätten. Soviel dazu.

Aber ich bin ja hart im Nehmen und höre mir die CD trotzdem an und bin erstmal schon ganz froh, dass es doch kein Nu Metal geworden ist, dafür allerdings Deutsch-Rock der schlimmsten Sorte. Mir kommen sofort mehrere Namen in den Sinn, wie z.B. Madsen (ok, das wäre ja noch nicht einmal allzu tragisch), Toten Hosen (es wird schon gruseliger) und zum bitteren Ende die Böhsen Onkelz. Textlich befinden sich N!irgendwo genau dort, nämlich mitten im Nirgendwo und kloppen verschwitzte Pubertär-Phrasen, dass es einem schlicht weh tut. „Ich hoffe du kannst mir verzeihen. Lass uns wieder zusammen sein.“ Noch ein Beispiel gefällig? „Ich will zurück zu dir, wenn du mich noch willst? Ich muss zurück! Ich will zurück zu dir, es brennt so tief in mir.“ (aus „Zurück“).

Als großer Einfluss der Anfangstage müssen Nirvana herhalten, die uns auf „Bleib bei mir“ allerdings nicht begegnen und „Meine Helden“ zählt sie dann noch einmal alle auf: „Wie wär mein Leben ohne Schiller, Che Guevara und Luther King? Ohne Kurt Cobain, Neil Young und John Lennon? Und Rio Reiser, Johnny Cash, Störtebeker, Tupac Shakur und Lindenberg?“

„Barfuss“ ist dann allerdings die absolute Bankrotterklärung und klingt nach Tokio Hotel, weniger die scheppernden Drums, noch die Brat-Gitarren, aber Gesang und Text, die den perfekten Pop-Song wolllen, der trotzdem Lichtjahre entfernt bleibt. „Barfuss gegen den Strom“ und ich denke mir ein „durch den Monsun“ dazu.

Genug der Schelte und ich möchte mich an dieser Stelle entschuldigen, wenn ich zu persönlich, oder gar verletzend geworden sein sollte, aber ich bin hier wirklich an meine Grenzen gegangen.

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