Noise Capital – Majestic

von Pynchon am 27. März 2010

in Musik!

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Noise Capital, das ist eine sympathische, aus drei Musikern bestehende Band aus Österreich, die mit „Majestic“ eine Indierock-EP hinlegt, die gekonnt die Spielarten des Genres auslotet, musikalisch überzeugt und mit hübschen Kompositionen aufwartet.

Vor allem finde ich schon einmal sehr gewinnend, dass die Band offensichtlich auf den im Indie-Rock leider weit verbreiteten Leidens-Gestus und die Gequälte Seele-Attitüde verzichtet, die nach Kurt Cobains gewaltsamen Ableben leider für viele Nachahmer obligatorisch geworden ist.

Stattdessen unaufgeregter, sauber produzierter Rock, der sicherlich das Genre nicht revolutioniert und dessen Vorbilder deutlich herauszuhören sind, der aber eingängig und überzeugend rübergebracht wird. Bei „5 Is 29“, dem ersten Song der insgesamt sechs Tracks starken EP, kommen insbesondere bei den Gitarrenriffs und dem kraftvoll peitschenden Drums Assoziationen an Rage Against The Machine hoch, was natürlich nichts Schlechtes ist. Der Titelsong „Majestic“ könnte sich auch harmonisch in das Gesamtgefüge des At The Drive-In-Meisterwerks „Relationship Of Command“ einfügen – starker Post-Hardcore mit Gespür für Tempo, Rhythmus und Melodie – nur vielleicht mit über sechs Minuten Laufzeit einen Tick zu lang geraten. Mit „For Those Who Listen“ streuen Noise Capital auch mal eine langsame Ballade ein, die nicht ganz so überzeugt wie die schnelleren Stücke, aber dennoch im Grunde eine schöne, gefühlvolle Nummer ist.

In gebotener Knappheit, denn auch „Majestic“ ist vor allem ein Appetizer, machen Noise Capital Geschmack auf die größeren Alben, die da kommen mögen!

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