No Shame – White Hope – Turning Black

von Benjamin am 30. April 2008

in Musik!

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Erinnert sich noch irgendwer an die Punkbands der frühen 90er? No fun at all, Millencollin, No use for a name, Pennywise oder auch Social Distortion? Diese Bands plus eine Prise Hardcore müssen der Haupteinfluss von No Shame gewesen sein, als sie sich 1998 in der finnischen Kleinstadt Salo gründeten.

Wo die oben genannten teilweise bunte Cover hatten, sind jenes und das Booklet von No Shame eher düster gehalten. Auch der Albumtitel lässt nichts Gutes hoffen: Und richtig, hier wird die Gesellschaft in allen Facetten kritisiert. Beispielhafte Textzeilen sind „all blinded by the endless greed – twisted, sick society“ („Distorted“), „You lost your friends, you lost your family, all for the benefit of the company, you worked your ass off and here’s the reward, everything you slaved for is gone“ („Take the money and run“) uvm. Kapitalismuskritik, fehlende Werte, Umweltzerstörung, Perspektivlosigkeit der Jugend, Freiheitsrecht und der Aufruf zur Aktion sind Themen in den Songs. Das ganze gefällig vorgetragen mit Wechselgesang und zu druckvollem Punk. Aufdrehen und Aufstehen, so könnte ein Gebrauchsanleitung zu diesem Album aussehen. Nur: das haben schon vor 15, 30 Jahren Punkbands gefordert. Womit die Diskussion eröffnet wäre: braucht man heute noch Punk? Ich sage: ja! Da soll die Jugend sich lieber mit beschäftigen, drüber nachdenken und auf die Straße gehen als sich zu Emo die Arme zu ritzen.

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